Wirtschaftskrise: Droht das deutsche Bruttoinlandsprodukt auch in diesem Jahr zu stagnieren oder gar zu sinken? Nein. Die Lage sei gar nicht so schlecht. Sagt jedenfalls die in Paris ansässige OECD.
Überraschung: BRD-Ministerin Reiche zeigte sich diese Woche beeindruckt vom »explosionsartigen Wachstum und der wirtschaftlichen Dynamik« in der von ihr besuchten chinesischen Provinz Guangzhou.
»Deutsche Wirtschaft mit Schwung ins Jahr gestartet. Exporte stützen Wachstum«, überschrieb Reuters einen Bericht, der so oder gleichlautend in den Mainstreammedien schnell Verbreitung fand.
»Natürlich bleiben alle Standorte erhalten. Und falls die Geschäftsmodelle dafür absehbar nicht mehr vollständig tragen sollten, müssen neue her«, so die Gewerkschafts- und Betriebsratschefinnen.
Um 0,5 Prozent stiegen die Exporte gegenüber dem Februar: auf 135,8 Milliarden Euro. Die Industrieproduktion indes sank um 0,7 Prozent. Was wie ein Widerspruch aussieht, ist keiner.
Laut Ifo-Umfrage-Chef Klaus Wohlrabe verlören die hiesigen Unternehmen die Zuversicht: »Es gibt kaum Lichtblicke in diesem Monat. Die Unsicherheit frisst sich durch die deutsche Wirtschaft.«
Geldgeschenke werden vom Kapital gerne genommen. Allerdings müssen Manager strategische Investitionen über Jahre hinaus planen. Eine Zahlungsgarantie wird keine Regierung auf Dauer geben können.
Chronisches Defizit: Problemträger Nummer eins bleibt der Bahnbilanz zufolge weiterhin der Fernverkehr. Allein 1,4 Milliarden Euro Verlust werden der Sparte zugerechnet.
Während das Bruttoinlandsprodukt (Wirtschaftsleistung) 2023 und 2024 sank, 2025 stagnierte und auch 2026 nicht viel los ist, feiert in Deutschland das Kriegsgespenst ein fröhliches Comeback.
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