Im Sudan sind in den vergangenen Tagen Dutzende Menschen bei wechselseitigen Angriffen getötet worden. Eine Attacke an der Grenze zu Südsudan belastet darüber hinaus die Beziehungen mit der Regierung in Juba.
Die Erzählung ist klar: Während Hunderttausende am Sonnabend in zahlreichen französischen Städten friedlich demonstriert hätten, seien die Proteste wahlweise von Linksextremen oder jungen Männern mit Migrationshintergrund gewaltsam gekapert worden.
Zwischen Äthiopien und Eritrea droht ein neuer Krieg, der jedoch nicht von Asmara angefacht wird. Neben den vom äthiopischen Premier artikulierten Ambitionen spielen im Hintergrund vor allem die Interessen Israels und der Emirate eine zentrale Rolle.
Israel hat seine Angriffe zum Wochenende wieder verstärkt. Insgesamt wurden während der »Waffenruhe« mehr als 1.400 Menschen getötet. Human Rights Watch prangert in einem Bericht den andauernden Völkermord an.
Krisenherde beiderseits des Roten Meeres. Auf der Arabischen Halbinsel verschärfen sich die Kämpfe zwischen Saudi-Arabien und Ansarollah, auf der afrikanischen Seite droht ein äthiopischer Einmarsch in Eritrea.
Während der Krieg in den nördlichen Bundesstaaten Äthiopiens zunehmend zivile Opfer fordert, konzentriert sich Premier Ahmed auf strategische Machtsicherung. Sein Verbündeter Tel Aviv stellt sich hinter seinen Anspruch auf einen Zugang zum Roten Meer.
Allianz überlässt Mekele kampflos, Kämpfe gehen andernorts weiter. Eritrea, Sudan, Ägypten und Somalia stärken sich derweil gegenseitig und verbieten sich Einmischung in innere Angelegeneheiten.
Die Kämpfe zwischen den Ansarollah und den von Riad gestützten Regierungstruppen Jemens weiten sich aus. Ein Angriff trifft die Ölanlage des saudischen Konzerns Aramco und die USA liefern laut Insidern indirekte Militärhilfe.
Die Kämpfe im Norden Äthiopiens weiten sich aus und treffen dichtbesiedelte Wohnviertel. Vorwürfe Richtung Eritrea und ein Ende des US-Waffenembargos deuten auf das Ringen die Kontrolle des Bab Al-Mandab im Roten Meer.
Das »Ein-China-Prinzip« wird zwar nach außen anerkannt, aber der Druck auf die Volksrepublik durch Washington und seine Verbündeten nimmt stetig zu. Beijing ist militärisch vorbereitet, konzentriert sich aber auf Diplomatie und technologischen Fortschritt.
Die von der neu gegründeten Allianz aus bewaffneten Gruppen gestartete Offensive gegen die Regierung von Abiy Ahmed weitet sich aus. Laut Armee seien bereits Hunderte Kämpfer getötet worden. Derweil wächst in Tigray die Sorge, erneut von der Außenwelt abgeschnitten zu werden.
Sieben bewaffnete Befreiungsbewegungen haben sich unter Führung der TPLF aus Tigray zusammengeschlossen und einen »Defensivkrieg« begonnen, um die Regierung zu stürzen. Vorerst wurde der internationale Flughafen in Mekele eingenommen.