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Trauerfeierlichkeiten in Iran beginnen
Getötetes Oberhaupt Khamenei und weitere Familienmitglieder aufgebahrt
Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat am Freitag dem getöteten obersten Führer des Iran, Ajatollah Ali Khamenei, die letzte Ehre erwiesen. Die auf sechs Tage angelegten Trauerfeierlichkeiten für den am 28. Februar von den USA und Israel getöteten Khamenei beginnen an diesem Sonnabend. Gemeinsam mit anderen ranghohen Regierungsvertretern, darunter Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf, betete Peseschkian am Sarg Khameneis, der in die für große Feierlichkeiten konzipierte Mosalla-Moschee von Teheran gebracht worden war. Auf dem Sarg liegt auch ein gefalteter karierter Schal – im Iran ein Symbol für militante revolutionäre Ideale und Solidarität mit den Palästinensern.
Die Behörden rechnen allein in der Hauptstadt mit 15 bis 20 Millionen Teilnehmern bei der Trauerfeier. Am Montag soll ein Trauerzug durch die Stadt ziehen. Erwartet werden Staats- und Regierungschefs sowie hochrangige Vertreter aus rund 30 Ländern.
Eigentlich war die Trauerfeier bereits für den März geplant gewesen, wurde wegen des US-amerikanisch-israelischen Kriegs gegen die Islamische Republik jedoch verschoben. Die Beisetzung Khameneis soll schließlich am 9. Juli in Maschhad erfolgen, einem religiösen Zentrum Irans. Die Stadt gilt als eine der sieben heiligen Stätten des schiitischen Islam. Im theokratischen System des Iran war Khamenei nicht nur Staatsoberhaupt und Führer einer revolutionären Bewegung, sondern auch der Vertreter des zwölften Imams des schiitischen Islam auf Erden, der im 9. Jahrhundert »verschwunden« war.
Schon in der Nacht auf Freitag hatten sich in der Innenstadt von Teheran Menschen versammelt, um öffentlich zu trauern. »So Gott will, kann diese Trauer des Volkes nur dadurch etwas gelindert werden, dass wir sein Blut rächen, Gerechtigkeit dafür einfordern und sicherstellen, dass das Blut unseres Führers nicht ungesühnt bleibt«, erklärte etwa Mobina Razaaghi gegenüber Reuters. Die 18jährige Studentin aus Isfahan nimmt gemeinsam mit Klassenkameraden an den Trauerfeierlichkeiten teil.
In Särgen neben Khamenei aufgebahrt sind seine Tochter, sein Schwiegersohn und seine kleine Enkelin sowie die Frau seines Sohnes Modschtaba, die mit ihm zusammen getötet worden waren. Der Iran warnte die Vereinigten Staaten und Israel vor jeglichem Angriff während der Beerdigung.
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