Skandale aus den Parallelgesellschaften der Reichen und Mächtigen: Fabio De Masis Buch über »Geld, Macht, Verbrechen« lehrt auch das Kopfschütteln über die Unverfrorenheit der auftretenden Akteure.
Während Bund und Länder Milliarden für die Aufrüstung mobilisieren, wittern Hafenbetreiber neue Finanzquellen. Die Umrüstung ziviler Infrastruktur für militärische Zwecke wird dabei zunehmend offen betrieben.
Die BRD hat das UN-Hochseeschutzabkommen ratifiziert: Hehre Ziele gibt es, Strukturen für die Umsetzung fehlen allerdings. Ob der von Wissenschaftlern weltweit gepriesene Erfolg tatsächlich eintritt, steht noch in den Sternkorallen.
Gewerkschafter von Verdi untersuchen gemeinsam mit der Internationalen Transportarbeiter-Föderation die Arbeitsbedingungen von Seeleuten an mehreren Häfen. Dabei finden sie »teils katastrophale« Bedingungen vor.
Das 35. Meeresumweltsymposium des Hamburger Bundesamtes für Schiffahrt und Hydrographie stellt abermals fest: Um die Ozeane steht es nicht gut. Der uralte Konflikt: Wieviel Schutz ist möglich und nötig, wenn doch Nutzungsinteressen und -konflikte intensiv und stetig zunehmen?
Volle Auftragsbücher und Beschäftigungszuwächse: Dem deutschen Schiffbau geht es laut der IG Metall seit der »Zeitenwende« blendend; nur fehlen Perspektiven abseits des Militarismus.
Trotz punktueller Einbrüche legen die Umschlagszahlen an deutschen Ports zu. Zwar schwächelt der größte deutsche Hafen Hamburg, die Häfen von Niedersachsen aber können sich großteils über Anstiege freuen.
Der Schiffbauerverband VSM hat seine Jahresbilanz präsentiert. Konkrete Zahlen zur deutschen Branche sind rar. Während deutsche Werften mit Megayachten und Kreuzfahrtschiffen aufwarten, schwimmen ihnen beim Handelsschiffbau die Felle davon.
Der Bund hält seit Jahren an einer Minifinanzierung für die Seehäfen fest – und verweist auf angebliche verfassungsrechtliche Grenzen. Jetzt zeigt ein Gutachten: Diese Ausrede trägt nicht mehr, die Küstenländer erhöhen den Druck.
Die Wissenschaftssenatorin des »Rüstungsstandorts an der Weser« will die Verpflichtung zu friedlicher Forschung aus dem Hochschulgesetz streichen. Die Rechtfertigung liefert ein Gutachten, nachdem die Zivilklausel unrechtmäßig in die Forschungsfreiheit eingreife.
Beim Schiffbau liegen die USA im Weltmaßstab weit abgeschlagen hinten. Staatliche Förderung und Protektionismus vor internationalen Konkurrenten sollen das nach Plänen der US-Regierung ändern. Doch sie steht sich selbst im Weg.
Reedereien sichern und verschieben Anteile an Terminalbetreibern in der Hansestadt. Diese erhoffen sich dadurch stärkere Auslastung und häufigere Anläufe durch Schiffe. An Schutz kritischer Infrastruktur wird dabei nicht mehr gedacht.