Wer mieten muss, zahlt mehr, das belegen erneut Zahlen des IW. Die Wohnungspolitik der Bundesregierung verwaltet seit Jahren die weitere Verknappung von Wohnraum – und sichert die Profite der Immobilienbesitzer.
Handelsverbände brechen die Tarifgespräche mit der Gewerkschaft Verdi einseitig in vier Bezirken ab. Das offenbart die Schwäche des Verdi-Fachbereichs im Handel, dessen Tarifstruktur keine Durchsetzungskraft entfalten kann.
Ein Land, das beinahe jahrzehntelang die »schwarze Null« hochgehalten hat, jammert aktuell über ausbleibende Investitionen. Es gab günstige Kredite und günstige Energie, jetzt haben wir den Salat. Die Bürgerpresse empfiehlt Sozialkahlschlag.
Die Fabrikkosten im Konzern habe man »um durchschnittlich 20 Prozent verbessern« können, frohlockte VW-Boss Oliver Blume am Sonntag über den Springer-Boulevard. Werke wolle man nicht mehr schließen, es gebe »intelligentere Lösungen«.
Die Händler wollen schon sechs Tage die Woche nicht vernünftig bezahlen und mit zuwenig Personal arbeiten. Warum sollte irgendwer das an einem weiteren Tag wollen? Und nein: Eine Bücherei und eine Supermarktbäckerei sind nicht dasselbe.
Sonntagsöffnungen: Im Tarifstreit mit der Gewerkschaft Verdi gehen Handelsverbände zur Attacke über und fordern Geschäftstätigkeit an allen Tagen. Verdi lehnt das erwartungsgemäß ab und fordert tragfähige Lohnerhöhungen.
Das Ziel ist Lohnkürzung: Kapitalverbände und ihnen gewogene Medien stellen massenhaft Stellenstreichungen in der Industrie in Aussicht. In Deutschland wollen sie nur produzieren, wenn Arbeiter beim Salär Abstriche machen.
Kommunale Spitzenverbände protestieren mit einem Aktionstag gegen eine »historische Finanzkrise« bei Städten und Gemeinden. Anstatt einer auskömmlichen Finanzierung fallen dem Bundeskanzler dazu nur – na klar – Sozialkürzungen ein.
Auf weniger lukrativen Strecken kürzt die Bahn das Angebot bereits zusammen. Wegen geringer Auslastung rechne es sich einfach nicht, die Züge anzubieten, so die Begründung. Italo, du verfluchter Rosinenpicker!
Im April kamen deutlich weniger Aufträge für die deutsche Industrie aus dem Ausland, besonders groß war der Rückgang aus der Euro-Zone. Andauernde Kämpfe in der Golfregion und die Sperrung der Straße von Hormus sorgen für Preistrieb.
»Sollen Beamte in die Rentenversicherung einzahlen?« fragt die »Tagesschau« am Sonntag abend, und Matthias Schrade meint, er halte den »Laden am Laufen« und soll die nun aufgeworfene Frage daher für das gesamte Beamtentum beantworten.
Etwa 20 Millionen Beschäftigte hätten keine betriebliche Altersvorsorge, »in der Regel, weil sie in Betrieben ohne Tarifbindung beschäftigt sind«, erklärte die DGB-Vorsitzende. Doch das zuletzt genannte ist das größere Problem.