Im Bus zum Roten Rathaus
Regierungsbildung Land Berlin
Linkspartei, Grüne und SPD verhandeln nun doch über die Gründung einer Hamas-Regierung, die vom libanesischen Remmo-Clan geduldet wird. Zunächst waren bei Vertretern der organisierten Kriminalität Zweifel über die Zuverlässigkeit der Linken laut geworden. Diese konnten jedoch von SPD-Landeschef Steffen Krach zerstreut werden.
Der gilt in einschlägigen Kreisen als vertrauenswürdig, weil gegen ihn wegen Bestechung ermittelt wird. Einwände kommen von der CDU. Ihr Ältestenrat (Eberhard Diebchen und Klau’s-Rüdiger Landowsky) verlangt eine Beteiligung an den Einnahmen der Regierung: »Die Linke darf nur dann das Rote Rathaus übernehmen, wenn wir die Spielbank und 30 Prozent der Müllgebühren bekommen.«
Merz immer noch Kanzler
Und keiner weiß, warum. Der Vogel ist unterbelichtet, reaktionär und zutiefst unehrlich; ein Volltolpatsch, eine Bundesabrissbirne, die zertrümmert, was ihr begegnet; dem die Leute scheißegal sind, und zwar alle, außer Ausländer und Arme, die hasst er, die lässt er bluten bei jeder seiner Reformen – und keiner schmeißt ihn raus! Die Linke darf nur dann das Rote Rathaus übernehmen, wenn sie verspricht, dem Merz beim nächsten Mal im Bundestag wieder die Wahl zu sichern.
Bas allegemacht
Die Arbeitsministerin und Kovorsitzende der SPD hat aufgegeben. Von ihrer Amtszeit werden bleiben ein fataler Irrtum (»Gesamtkunstwerk Rentenreformkonzept«) und eine plötzliche Eingebung: »Für mich war dieser Arbeitgebertag ein Schlüsselerlebnis, weil da besonders deutlich wurde, gegen wen wir gemeinsam kämpfen müssen.« Nach diesem Spruch war sie zum Abschuss freigegeben. Die Linke darf nur dann das Rote Rathaus übernehmen, wenn sie schwört, nicht gegen Arbeitgeber zu kämpfen.
Geheimdienste werden ertüchtigt
Das ist nötig im Kampf gegen die fiesen Russen und die vielen Extremisten, sagt der Dobrindt. Die Regierung will Bundesnachrichtendienst und Verfassungsschutz alle Werkzeuge an die Hand geben, die deren Chefs brauchen, wenn sie wie Hanning (BND) für den Feind spionieren oder wie Maaßen (BfV) die Republik stürzen wollen. Und Die Linke? Sie darf nur dann das Rote Rathaus übernehmen, wenn sie sich selbst bespitzelt und im Ausnahmezustand freiwillig die Schutzhaft antritt.
Zwei Klatschen für die BRD
Der Nobelpreis und der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels sind heuer an zwei Juristen gegangen, die Israel Kriegsverbrechen vorwerfen und den deutschen Waffenbrüdern Mitschuld. Besonders perfide ist die Wahl von Friedenspreisträger Philippe Sands, der behauptet, ein Nachkomme von Schoah-Überlebenden zu sein. Merz widerspricht: »Wer Jude ist, entscheide immer noch ich!« Die Linke darf nur dann das Rote Rathaus übernehmen, wenn sie einen Abgeordneten Sands aus der Fraktion ausschließen würde.
Mario Voigt heißt tatsächlich so
Zuletzt waren Vorwürfe laut geworden, der Thüringer Ministerpräsident habe seinen Namen frei erfunden. Dem widersprach die Uni Chemnitz. Die Auswertung seiner Doktorarbeit ergab: Hätte er sich seinen Namen selbst ausgedacht, dann würde man Voigt mit F und zwei O schreiben. Die Linke darf das Rote Rathaus nur übernehmen, wenn sie weiter seine Braunbärkoalition unterstützt.
Alkoholverbot an Bahnhöfen
Wer trinkt am Gleis, kriegt Platzverweis! Mit Führerscheinentzug muss rechnen, wer sich betrunken vor den Zug wirft. Und Die Linke darf nur dann das Rote Rathaus übernehmen, wenn sie im Gegenzug ihre Wähler vor den Bus wirft.
Sie wird es tun.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 3,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat im Juli 2024 in der ersten Instanz entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jährlichen Verfassungsschutzberichten erwähnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden. Seit vielen Monaten warten Verlag und Redaktion inzwischen auf eine Entscheidung des Gerichtes, ob eine Berufung möglich oder gleich ein Gang vor das oberste Gericht nötig ist.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
