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Gewerkschaften, Kuba, jW

Solidaridad internacional

Die Kuba-Protestwache war eine Übung in solidarischer Praxis

Von Aktion und Kommunikation
Foto: Christian Schneider/jW
Kuba am Brandenburger Tor: jW verteilen bei der Protestwache gegen die US-Blockade

Eine Woche liegt die Protestwache am Brandenburger Tor in Berlin nun zurück, die von einem großen Bündnis von Dutzenden kubasolidarischen Organisationen getragen wurde. Ein starker Protest gegen die menschenrechtswidrige, mörderische Blockadepolitik des US-Imperialismus gegen das revolutionäre Kuba. »No War on Cuba!« war das angesichts der steigenden Gefahr eines US-Überfalls notwendige Motto. Sehr erfreulich dabei: Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter waren Teil des harten Kerns der Mahnwache.

Im März 2026 hatte sich im Frankfurter DGB-Haus die bundesweite Initiative »Gewerkschafter:innen für Kuba« gegründet. Über 50 Kollegen kamen dort zusammen, um dem internationalistischen Geist der Arbeiterbewegung neue Kraft zu geben, um Solidarität mit Kuba praktisch werden zu lassen und Spenden zu sammeln für Solaranlagen auf kubanischen Betriebsgebäuden. Einige davon waren auf der Protestwache vertreten und gestalteten den Freitag abend. Diesem Thema in den Gewerkschaften Gehör zu verschaffen ist notwendig: Die DGB-Gewerkschaften hatten ihre internationale Solidaritätsarbeit in den vergangenen Jahren massiv zurückgefahren und nur noch entlang von Lieferketten mit verbündeten Partnern einzelner Länder zusammengearbeitet. Mit dem dringlichen Thema Kuba will der Zusammenschluss dies jetzt ändern.

Ein Garant für die praktische Solidarität mit Kuba war der Schauspieler Rolf Becker. Der Gewerkschafter und junge Welt-Leser ist im Dezember 2025 90jährig verstorben, war im selben Jahr erster Preisträger des Rosa-Luxemburg-Preises, der ihm auch für sein internationalistisches Engagement und das vehemente Eintreten für ein Ende der Blockade verliehen wurde. Auf der Berliner Solidaritätskonferenz im April dieses Jahres wurde an ihn erinnert – er fehlte. Dass nun im gewerkschaftlichen Rahmen die Kuba-Solidarität neu organisiert wird, ist wohl in seinem Sinne.

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Auch international geht es für Kuba gewerkschaftlich voran: Vom 13. bis 16. September tagte der Kongress der britischen Gewerkschaften, der Trade Union Congress (TUC), in Brighton. Die Delegierten verabschiedeten mit überwältigender Mehrheit eine Resolution zur Aufhebung der Sanktionen und empfingen als Gast Osnay Miguel Colina, den Generalsekretär des kubanischen Gewerkschaftsverbandes Central de Trabajadores de Cuba (CTC). Das sollte doch Ansporn für das Engagement hierzulande sein. Die Verankerung der Kuba-Solidarität in der Breite der Gewerkschaften sowie in der Breite der Gesellschaft bleibt eine Aufgabe.

Die junge Welt beteiligte sich selbstverständlich an der Kuba-Protestwache, als Zeitung, die dem Internationalismus verpflichtet ist. Sie berichtet nicht nur über Kuba, sondern bietet Einblicke in das Leben auf der Insel, solidarisch. Als marxistisch orientierte Tageszeitung ist die junge Welt auf der Seite der lohnabhängig Beschäftigten, begleitet die Gewerkschaften, mitunter kritisch, aber immer solidarisch.

Und sie fordert auch selbst Solidarität ein: Als Zeitung, deren ökonomische Grundlage durch Abos gesichert wird, bitten wir kubasolidarische und gewerkschaftliche Kräfte, das Projekt einer linken Tageszeitung, der einzigen ihrer Art, mit einem Abonnement zu unterstützen.

→ Die Vorstellung der Initiative »Gewerkschafter:innen für Kuba« ist unter gewerkschafterinnen-fuer-kuba.org zu finden.

→ Informationen zum solidarischen Preismodell der Tageszeitung junge Welt und unterschiedlichen Abomodellen auf jungewelt.de/abo. Die Aboabteilung ist telefonisch unter 030/53 63 55 -81/-82 erreichbar.

→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 26.09.2026, Seite 16, Aktion

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