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Keine Angst vor Veränderung

Die junge Welt leistet einzigartige Aufklärungsarbeit. Man kann sie abonnieren

Von Aktion und Kommunikation
Foto: jW-Grafik
Das muss nicht die Zukunft sein. Sozialabbau lässt sich stoppen

Da wird die Welt ganz bewusst verdreht. Wer für »Weiter so!« ist, sei der große Macher. Wie Merz und seine Regierung, die weiter Sozialleistungen kürzen, weiter Militär und Repressionsapparat aufrüsten, weiter für Investitionen werben, die zwar Kapital ins Land holen, aber wenig Arbeitsplätze. Vor denen, die Veränderung wollen, wird Angst geschürt. Weil sie Mietpreise durch die Kommunalisierung niedrig halten wollen, weil sie Bildungschancen bieten wollen, ohne Schimmel an den Wänden und zerfallende Lernmaterialien, oder weil sie die Wehrpflicht gänzlich abschaffen wollen, damit es nicht zur Regel wird, jung zu sterben. Alles das ist nicht gefährlich, es ist die soziale Frage konkret gestellt. Angst haben müssen nur Haus- und Fabrikbesitzer, die auf ein paar Prozentpünktchen bei der Verwertung ihres Kapitals verzichten müssen.

Angst bekommt vielleicht, wer nicht gelernt oder vergessen hat, die soziale Frage zu thematisieren; auf Demonstrationen, bei Streiks im Angesicht staatlicher Schlägertrupps. Die Tageszeitung junge Welt kann genau hier helfen, weil die Kritik am Widerspruch zwischen Kapital und Arbeit zu ihrem Profil gehört.

Wissen und Informationen sind das beste Mittel gegen Angst. Während Feuer den ersten Menschen in Schrecken versetzt, nehmen der Begriff und seine Anwendung ihm den furchteinflößenden Charakter. Die junge Welt kann helfen, die Proteste gegen Sozial- und Demokratieabbau zu begreifen, kann Veränderungspotentiale sichtbar machen und Mut machen. Dann wird einem nur bei den täglichen Nachrichten bange.

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Erschienen in der Ausgabe vom 24.10.2026, Seite 16, Aktion

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