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Medienkritik

Dem Schweigekartell entgegentreten

Mit junge Welt möglichst viele Menschen erreichen – nicht nur für die Kuba-Solidarität

Von Aktion und Kommunikation
Foto: Junge Welt
Auch nicht wahrgenommen: Solidaritätsaktion auf der Berliner Kuba-Konferenz (11.4.2026)

Am 11. April luden die Tageszeitung junge Welt und das Kulturmagazin Melodie & ­Rhythmus zusammen mit Kuba-Soligruppen nach Berlin ins Kino Babylon. Über 600 Menschen verfolgten die Solidaritätskonferenz und die Verleihung des Rosa-Luxemburg-Preises an Aleida Guevara vor Ort, weitere 4.000 im Livestream. Die Veranstaltung war ein Auftakt für weitere Termine im Rahmen der Solidaritätskampagne »Unblock Cuba«. Die kubanische Journalistin Liz Oliva Fernández berichtete in Hamburg über die Folgen der Blockade. In Leverkusen informierte Enrique Ubieta Gómez in der vollbesetzten Karl-Liebknecht-Schule über Zukunftsszenarien Kubas, in Frankfurt am Main sprachen Guevara und Ubieta vor 250 Besuchern zum Grundrecht auf Gesundheit und zu Perspektiven des antiimperialistischen Kampfes. Und auch in Bern kamen über 200 Menschen ins Stellwerk, um sich über die aktuelle Lage in Kuba zu informieren.

Während international zahlreiche Medien wie Cubavisión International, Yeni Özgür Politika, Telesur, der panarabische Nachrichtensender Al-Mayadeen oder der größte chinesische TV-Sender CCTV über die Solidaritätskonferenz und die Preisverleihung berichteten, schwiegen die meisten Medien im Lande. Neben der jungen Welt erschien nur im ND ein Veranstaltungsbericht und ein großes Interview mit Aleida Guevara. Bei Berliner Zeitung, Ostdeutscher Allgemeiner Zeitung und Unsere Zeit beschränkte man sich auf ein von jW vermitteltes Interview mit der Tochter von Che Guevara. Ansonsten wird geschwiegen, denn über die junge Welt und ihre Veranstaltungen wird grundsätzlich nicht berichtet, solange es nichts zu skandalisieren gibt. Nichts Neues: Bereits vor Jahren wurde ein verabredetes Interview mit dem ehemaligen kubanischen Kulturminister vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk wieder abgesagt – mit der Begründung, man hätte darauf hinweisen müssen, dass er auf Einladung der jungen Welt als Gast der Rosa-Luxemburg-Konferenz in Berlin weilte.

Es bleibt also dabei: Um uns selber müssen wir uns selber kümmern! Mit unserer Solidaritätskonferenz und der Preisverleihung erreichten wir trotz Medienboykott Hunderttausende Menschen: nicht nur vor Ort und im Livestream, sondern auch durch Plakate im Stadtbild, Berichte in der jungen Welt und auf Social-Media-Kanälen sowie über die internationale Berichterstattung. Mit einem Abonnement der jW oder dem Kauf der Zeitung am Kiosk kann man sich nicht nur besser als anderswo über die aktuelle Lage in Kuba informieren, sondern unterstützt damit die jW dabei, weiterhin Solidaritätskonferenzen durchzuführen und Kampagnen wie »Unblock Cuba« zu initiieren.

→ Aktuelle Termine und Veranstaltungen der Kuba-Solidarität sind unter unblock-cuba.org zu finden

junge Welt

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Erschienen in der Ausgabe vom 25.04.2026, Seite 16, Aktion

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