Problemlöser des Tages: Vonovia
Berlin hat gewählt. Und nicht irgendwen. Berlin hat die Antisemiten, die Islamisten, die organisierten Kriminellen und – das ist am schlimmsten – die Enteigner gewählt. Vergesellschaftet werden künftig und in folgender Reihenfolge: die Zahnbürste jedes Berliners, der sich nicht dem Kalifat unterwirft; das Auto jeder Person, die am Grunewald wohnt; und große Wohnungskonzerne.
Dass ein solch »islamofaschistisches« (Ulf Poschardt) und »sozialistisches Himmelfahrtskommando« (Martin Huber) der »umbenannten SED« (Hinz und Kunz) nur nach hinten losgehen kann, war unlängst daran zu erkennen, dass die Aktien des Immobilienkonzerns Vonovia abgesackt sind. Ein Problem. Außerdem nicht fair und voll gemein, versteht sich der Konzern doch »als Teil der Lösung, um den Wohnungsmarkt in Berlin durch Neubau und bezahlbare Mieten zu entspannen«, wie Chef Luka Mucic am Tag nach der Wahl mitteilen ließ. Bisher hat das noch nicht geklappt, aber Vonovia besitzt ja auch nur 130.000 Wohnungen in der Hauptstadt.
Nicht fair ist auch, dass die Wohnungsriesen nicht wie die Panzerbauer und Drohnenhersteller direkt von der staatlich forcierten und finanzierten Aufrüstung profitieren. Noch nicht, denkt sich ein gewitzter Mucic, der als Entrepreneur natürlich die Chance ergreift, zwei Fliegen mit einer Klappe zu erledigen. Der Plan: Vonovia ist bereit, Soldatenwohnungen zu bauen. Die Verfügbarkeit solcher Wohnungen sei nicht überall ein Problem, wohl aber in Berlin, erklärte der Immo-Boss am Donnerstag. Er versteht seinen Konzern abermals als Teil der Lösung und erinnerte sich vielleicht sogar an die gemeinnützige Ader seines Vorgängers Rolf Buch. Der hatte zum Bau von Bundeswehr-Siedlungen mal gesagt: »Wenn man uns fragt, sind wir behilflich.« Laut Mucic habe man bereits mit dem Militär geredet. »Jetzt liegt es an der Bundeswehr beziehungsweise am Verteidigungsministerium, ob sie die Idee aufgreifen wollen.« Wie nett, wie zuvorkommend, wie Vonovia.
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