Zum Inhalt der Seite

Nirgends ist man sicher

Die Fäuste in die

Hüften gestemmt, stand

sie da.

*

Sie sind doch der

Schriftsteller von ganz

oben!

*

Schriftsteller?

*

Ja. Ich hör

Sie immer lachen!

*

Mich?

*

Ja! Durch Ihre

Tür, wenn ich da

oben wische.

*

Kann eigentlich

nicht sein. Ich hab seit

Jahren nicht gelacht.

*

Sie beugt sich über

ihren Eimer; wringt den

Scheuerlappen aus,

kommt wieder

hoch und tippt mir mit

dem nassen Zeigefinger an

die Brust.

*

Ich weiß, dass

Sie das sind. Ich wette,

Sie lachen über

Ihren eigenen Mist!

→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 19.09.2026, Seite 11, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Pressefreiheit schützen, Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat im Juli 2024 in der ersten Instanz entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jährlichen Verfassungsschutzberichten erwähnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden. Seit vielen Monaten warten Verlag und Redaktion inzwischen auf eine Entscheidung des Gerichtes, ob eine Berufung möglich oder gleich ein Gang vor das oberste Gericht nötig ist.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!

+++ No War On Cuba! Protestwache vor der US-Botschaft in Berlin! +++ No War On Cuba! Protestwache vor der US-Botschaft in Berlin! - No War On Cuba! +++