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Nachschlag: Ohne einzuholen

→ Casino Royale. Do., 20.15 Uhr, Vox

Foto: IMAGO/mptv
Kein Bond ohne Pokern

Der beste »Bond« mit dem zweitbesten Bond. Connery uneinholbar, Moore eine gute Kopie von Connery, Dalton eine schlechte von Moore, Brosnan eine gute von Dalton, eine schlechte also von Moore. Lazenby kopierte vor allem sich selbst. Und dann Craig. Kantiger und zugleich verletzlicher, gelang ihm, Connery zu überholen, ohne ihn einzuholen. Reboot statt Remake. Und was von der Figur gilt, gilt desgleichen vom Film. Der erste Roman der Fleming-Reihe galt langhin als schwer verfilmbar. Lediglich eine Parodie hatte es bis dato gegeben (1967, mit Woody Allen als Quasivorlage für Mike Myers). 2006 erzählt »Casino Royale«, wie Bond Bond werden konnte, jener zynisch lächelnde Unheld mit der Angewohnheit, Frauen ins Messer seiner Gegenspieler laufen zu lassen. James trifft Vesper, in die er sich ernstlich verliebt, sie ist ihm moralisch und intellektuell überlegen. Am Ende zerbricht er. Zugleich ironisiert der Film das eigene Franchise. »Wodka Martini.« – »Geschüttelt oder gerührt?« – »Seh’ ich aus, als ob mich das interessiert?« (fb)

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Erschienen in der Ausgabe vom 15.08.2026, Seite 14, Feuilleton

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