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Nicht auf diese Schiene

GDL bestreikt Saarbahn

KAV Saar versucht, Gewerkschaften gegeneinander auszuspielen

Foto: IMAGO/BeckerBredel
Das Tram-Train-Prinzip: Die Saarbahn fährt in der Stadt und von Stadt zu Stadt; nur im Streik nicht (Saarbrücken)

Die Positionen liegen weit auseinander in den Tarifverhandlungen für die Lokführer der Saarbahn. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat deshalb zum siebten Streik aufgerufen, der am Donnerstag nachmittag beginnen sollte.

Schon vor dem Treffen der Verhandler von der GDL und dem Kommunalen Arbeitgeberverband Saar (KAV Saar) am Mittwoch abend in Frankfurt am Main hatte die Gewerkschaft ihren Streikaufruf bekanntgemacht. Die andere Seite erklärte anschließend, dass es keine Annäherung gebe. Der Saarländische Rundfunk berichtete am Donnerstag, dass der KAV Saar derzeit prüfe, ob für die rund 80 Saarbahn-Lokführer der Tarifvertrag angewendet werden könne, der im Frühjahr mit Verdi für die Busfahrer des Unternehmens abgeschlossen worden war.

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Davon hält die GDL allerdings gar nichts; sie fordert einen eigenen Tarifvertrag für die Lokführer. In dem Vorschlag des KAV Saar sieht sie eine Verschärfung des Konfliktes, denn mit »dem Versuch, über tarifpolitische Konstruktionen und die Einbeziehung anderer Gewerkschaften Druck auf die Lokomotivführer auszuüben, soll nach Auffassung der GDL nicht nur Tarifflucht durch die Hintertür betrieben, sondern auch die grundgesetzlich geschützte Organisationsfreiheit der Beschäftigten angegriffen werden«. Die Gewerkschaft will weiter einen Tarifabschluss auf dem Niveau vergleichbarer kommunaler Arbeitgeber.

Eine Urabstimmung unter den GDL-Mitgliedern bei der Saarbahn über den Streik hatte 100 Prozent Zustimmung erbracht. Wann der Arbeitskampf enden wird, ist noch nicht bekannt. Die Saarbahn GmbH geht von einem mehrtägigen Streik aus, hieß es in einer Mitteilung; sie prüfe die Möglichkeit, einen Schienenersatzverkehr für die Linie S 1 einzurichten. Die GDL erklärte, sie bedauere die Streikauswirkungen auf die Fahrgäste ausdrücklich. Doch aufgrund der Weigerung des KAV Saar, ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen, bliebe den Beschäftigten nichts anderes übrig. »Die Verantwortung dafür trägt allein die Saarbahn«, betonte der GDL-Bundesvorsitzende Mario Reiß.

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Erschienen in der Ausgabe vom 10.07.2026, Seite 5, Inland

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