Der Bundestag beschließt eine Änderung des Vergabeverfahrens für öffentliche Aufträge. Die finanzielle Obergrenze wird von 3.000 auf 50.000 Euro angehoben. Lobbyverbände jubeln, Linke warnt vor »Vetternwirtschaft«.
Der »Workers’ Memorial Day« erinnert an während der Schicht verstorbene Arbeiter. Seit Jahrzehnten schon. Die Politik will den Unfallschutz derweil aufweichen.
Das Rentenniveau sinkt seit Jahren, dafür ist der Beginn des Ruhegeldbezugs inzwischen bei fast 67 Jahren angekommen. Wer früher aufhören will, verzichtet dauerhaft auf Geld – und muss einen Job annehmen.
Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe entscheidet für Arbeitsschutz in Fleischindustrie. Das heißt: Kein Recht auf rechtlose Ausbeutung. Die Branchengewerkschaft NGG begrüßt den Beschluss.
Die Flugbegleiter der Gewerkschaft UFO bestreiken bundesweit Airports. Derweil schließt Verdi ganz ohne Arbeitskampf einen Tarifvertrag mit dem Konzern ab.
Der Ölkonzern BP wollte die Gelsenkirchener Raffinerie loswerden – doch Berlin funkt dazwischen. Wirtschaftsministerin Reiche stoppt den Megadeal und ordnet eine genaue Prüfung wegen Versorgungssicherheit an.
Mecklenburg-Vorpommern: Das Taxigewerbe fordert mehr Geld für Krankentransporte, aber die Krankenkassen mauern. Die Zeche zahlen chronisch kranke Menschen. Gesundheitsministerin Drese fordert schnelle Einigung.
Das Bundeskabinett verhandelt eine Novelle des Behindertengleichstellungsgesetzes. Sozialverbände bemängeln, dass dem Kapital keine Vorschriften gemacht werden und daher alles beim alten bleibt.
Bei der am Freitag vom Bundestag mehrheitlich verabschiedeten neuen privaten Altersvorsorgeversicherung ist bei einigen Versicherungsvarianten nicht einmal mehr die Rückzahlung der eingezahlten Beiträge sicher.