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18.05.2026
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Freibeuterschiff des Tages: Die »USS Gerald R. Ford«
Die »USS Gerald R. Ford« und Sir Francis Drake – beide haben gemeinsam, dass sie nicht mit P anfangen. Und da sind die Gemeinsamkeiten noch nicht zu Ende. Denn beide waren bzw. sind im Piratenbusiness aktiv. Drake, der große britische Freibeuter, der im Namen der Krone Gold und Silber raubte, und der Flugzeugträger, der im Namen des POTUS weltweit auf Ölraubzug geht, zuletzt in Venezuela und in den Gewässern des Persischen Golfes.
Elf Monate währte die Kaperfahrt, und jetzt geht es heim ins Piratennest Norfolk, wo die Seeräuber wieder an Land gehen nach 326 Tagen ununterbrochen auf stürmischer See. Und es war ein Raubzug der Superlative. Die Ford ist das größte Piratenschiff der Welt und historisch das größte, jemals gebaute Freibeuterflagschiff: »Wir landen obendrauf und übernehmen das Schiff. Wir übernehmen die Ladung, übernehmen das Öl. Das ist ein sehr einträgliches Geschäft. Wir sind wie Piraten. Wir sind so eine Art Piraten. Aber wir spielen keine Spielchen«, ließ der Oberfreibeuter Sir Donald Trump Anfang des Monats wissen.
Doch Tanker entern und bestehlen, das sind bloß Piratenspielchen. Denn die Ford kann viel mehr: Sie kapert gleich die Ölquellen – viele von ihnen, ja ein ganzes Land voller Ölquellen –, so viele Ölquellen, dass sie zusammen die größten Ölvorkommen der Welt bilden, und alle zusammengenommen Venezuela heißen. »Venezuela ist ein starkes Land mit einem starken Militär, aber es ging sehr schnell. Wir haben mit ihrem Öl ein Vermögen gemacht«, freut sich Trump über die geglückte Kaperfahrt seiner Ford, die in »48 Minuten und 13 Sekunden, dann war es vorbei« den Venezolanern das Öl geraubt hat.
In Norfolk gehen nun 5.000 Männer und Frauen von Bord, erschöpft, geehrt, bejubelt. Früher wurden Piraten irgendwann ihrer gerechten Strafe zugeführt. Und man muss ja nicht alles an der Vergangenheit schlecht finden.
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