Zum Inhalt der Seite
Ausstellung

»Dann wird es nicht bekannt«

Am 4. April 2014 starb die Fotoreporterin Anja Niedringhaus (geb. 1965) bei einem Attentat, als sie im Auftrag der US-amerikanischen Associated Press als Wahlberichterstatterin in Afghanistan unterwegs war. Bereits auf dem Balkan, im Irak und in Gaza hatte sie beeindruckende Bilder aufgenommen. An vorderster Front, meist als einzige Frau mit dabei, richtete sie ihren Fokus voller Empathie auf die Zivilbevölkerung. Sie wollte nicht Kriegsfotografin genannt werden und wies jeglichen Kunstanspruch von sich. Aufklärung war ihr ein zentrales Anliegen, was sich auch in ihrem immer wieder zitierten Motto zeigt: »Wenn ich es nicht fotografiere, wird es nicht bekannt.« Sie hoffte, mit ihren Fotos etwas bewegen zu können: »Ich weiß, dass ich keine Kriege beenden oder verhindern kann. Ich kann nur immer wieder hoffen, dass die Arbeit, die ich mache, was bewegt.« Nun sind Arbeiten von ihr im Schloss Oberhausen in der Ludwiggalerie zu sehen.

→»Anja Niedringhaus: An vorderster Front. Pulitzer-Preisträgerin, Pressefotografin, Porträtistin«, Ludwiggalerie, Schloss Oberhausen, bis zum 13. September 2026

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 11.05.2026, Seite 10, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!