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Ausstellung

»Dann wird es nicht bekannt«

Am 4. April 2014 starb die Fotoreporterin Anja Niedringhaus (geb. 1965) bei einem Attentat, als sie im Auftrag der US-amerikanischen Associated Press als Wahlberichterstatterin in Afghanistan unterwegs war. Bereits auf dem Balkan, im Irak und in Gaza hatte sie beeindruckende Bilder aufgenommen. An vorderster Front, meist als einzige Frau mit dabei, richtete sie ihren Fokus voller Empathie auf die Zivilbevölkerung. Sie wollte nicht Kriegsfotografin genannt werden und wies jeglichen Kunstanspruch von sich. Aufklärung war ihr ein zentrales Anliegen, was sich auch in ihrem immer wieder zitierten Motto zeigt: »Wenn ich es nicht fotografiere, wird es nicht bekannt.« Sie hoffte, mit ihren Fotos etwas bewegen zu können: »Ich weiß, dass ich keine Kriege beenden oder verhindern kann. Ich kann nur immer wieder hoffen, dass die Arbeit, die ich mache, was bewegt.« Nun sind Arbeiten von ihr im Schloss Oberhausen in der Ludwiggalerie zu sehen.

→»Anja Niedringhaus: An vorderster Front. Pulitzer-Preisträgerin, Pressefotografin, Porträtistin«, Ludwiggalerie, Schloss Oberhausen, bis zum 13. September 2026

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Erschienen in der Ausgabe vom 11.05.2026, Seite 10, Feuilleton

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