-
16.04.2026
- → Feuilleton
Sev se Gänse
Fußballzweitligist Fortuna Düsseldorf hat seine letzten vier Spiele verloren und aktuell nur drei Punkte mehr als das Tabellenschlusslicht Preußen Münster. Das ist finster, Fortuna-Trainer Markus Anfang wurde gefeuert. Denn ein möglicher Abstieg in Liga drei ist kein Anfang, sondern das Ende. So heißt denn auch der rasch angeheuerte Trainer der Altbierkicker Alexander Ende. Der Ende soll alles wieder auf Anfang stellen, damit das Ende ausbleibt. Die Eisernen aus Berlin-Köpenick sind derweil eine Union eingegangen mit Eta. Nicht mit den militanten baskischen Nationalisten, sondern mit Marie-Louise Eta, 34. Frau Eta ist damit die erste Cheftrainerin einer Männerbundesligamannschaft, wenn auch interimistisch. Frau Eta ist verheiratet mit Herrn Eta, der in Diensten der Brausekicker in Leipzig steht. Ende des Vorhergehenden. Anfang des Nachfolgenden.
Im Sauerland haben sich Kanadagänse stark ausgebreitet, besonders an Seen wie dem Sorpesee. Die großen Wildgänse verursachen durch Kothaufen auf Liegewiesen und an Ufern einige Probleme. Aufgrund der hohen Population und Verschmutzungen wurden in Regionen wie Iserlohn Maßnahmen zur Vergrämung der Problemgänse mittels Drohnen und sogar Abschüsse diskutiert. Dagegen erhob sich Protest. Über diesen wurde jedoch medial wenig bis nichts kolportiert, da die Protestparole »Sev se Gänse!« lautete und zu Fremdschämen führte. Ob die anglisierte Parole vom blackrocksozialisierten Sauerländer Fritz Merz stammte, blieb ungeklärt. Se bed Englisch konnte jedenfalls den Abschuss of se Gänse nicht verhindern.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
