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Mit Geld zuschütten
Nach Absage der »Tomahawk«-Stationierung durch die USA will die Bundesregierung offenbar die Raketen kaufen. Rheinmetall kündigt Produktion von Marschflugkörpern für dieses Jahr an
Wenn es um Waffen geht, herrscht bei der Bundesregierung kein Finanzmangel, sondern die Devise »mit Geld zusch...«. Nach der US-Absage der Stationierung von »Tomahawk«-Raketen in Deutschland will sich Berlin laut einem Bericht der Financial Times vom Sonntag bei den USA um einen Kauf dieser weitreichenden Marschflugkörper bemühen. Die Zeitung zitierte einen deutschen Regierungsinsider, wonach Berlin möglicherweise bereit sei, sogar einen finanziellen Aufschlag zu zahlen. Japan und die Niederlande warten bereits auf die Auslieferung ihrer bestellten »Tomahawks«. In Berlin, so die Quelle, könne die Versuchung bestehen, »das Problem mit Geld zuzuschütten«.
Das Bundeskabinett hoffe jetzt, die US-Regierung vom Verkauf der Waffen zusammen mit dem dazugehörigen bodengestützten »Typhon«-Raketenwerfersystem zu überzeugen. Verteidigungsminister Boris Pistorius plane eine Reise nach Washington. Er hatte bereits im Juli 2025 eine Anfrage zum Kauf des »Typhon«-Systems gestellt. Die USA hätten darauf bislang jedoch nicht geantwortet, so das Blatt. Die Springer-Zeitung Politico berichtete Anfang Mai unter Berufung auf ein durchgesickertes Dokument des Verteidigungsministeriums, dass Berlin drei dieser Startsysteme sowie 400 »Tomahawk«-Raketen des Typs Block VB zu erwerben plane.
Ein US-Besuch von Pistorius in Washington hängt laut Financial Times nun davon ab, ob er ein Treffen mit seinem US-Kollegen Pete Hegseth vereinbaren könne. Dies gelte angesichts der wegen des Iran-Krieges verschlechterten Beziehungen zwischen US-Präsident Donald Trump und Bundeskanzler Friedrich Merz nicht als sicher. Offizielle Stellungnahmen lagen nicht vor.
Pistorius hatte nach der US-Absage der »Tomahawk«-Stationierung von einer Lücke bei der Verteidigungsfähigkeit gesprochen. Die Marschflugkörper waren demnach als Überbrückung gedacht, bis Westeuropa eigene Systeme entwickelt hat. Das US-Verteidigungsministerium hatte zwar im Februar mitgeteilt, einen Sieben-Jahres-Vertrag mit dem Rüstungskonzern Raytheon – Teil der RTX Corporation – zur Ausweitung der »Tomahawk«-Produktion geschlossen zu haben. Die US-Bestände von rund 1.000 Exemplaren sind aber durch den Iran-Krieg laut Medienberichten etwa halbiert worden. Die Neuproduktion soll Jahre dauern. Merz selbst erklärte in der ARD-Sendung »Caren Miosga« am 3. Mai, die Amerikaner hätten »im Moment nicht einmal genug für sich selbst«.
Bereits am Freitag hatte Deutschlands größte Waffenschmiede Rheinmetall dazu passend gemeldet: »Noch in diesem Jahr werden wir damit beginnen, Cruise Missiles für Deep-Strike-Operationen in Unterlüß zu fertigen.« Das steht im Manuskript einer Rede, die Konzernchef Armin Papperger bei der Hauptversammlung der Firma an diesem Dienstag halten will. Bei den Marschflugkörpern will Rheinmetall mit der niederländischen Rüstungsfirma Destinus zusammenarbeiten, deren neues System »Ruta 2« bei einer Nutzlast von 250 Kilogramm eine Reichweite von 700 Kilometern haben soll. Das Vorgängermodell »Ruta 1« ist nach den Worten Pappergers »schon erfolgreich gegen strategische russische Ziele in der Ukraine zum Einsatz« gekommen.
Nach weitreichenden Waffen könnte sich Pistorius auch in Ankara erkundigen. Die Türkei stellte auf einer Rüstungsmesse in Istanbul in der vergangenen Woche eine Rakete vom Typ »Yıldırımhan« vor. Laut Financial Times soll sie mit einem drei Tonnen schweren Sprengkopf 6.000 Kilometer zurücklegen und dabei 25fache Schallgeschwindigkeit erreichen können. Fachleute bezweifeln die Fähigkeiten. Kleines Zusatzproblem: Ein mit KI erstelltes Werbevideo zeigt, wie die Rakete offenbar Anlagen beim NATO-Partner USA zerstört.
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Roland Weinert 11. Mai 2026 um 10:18 UhrWieder einmal ein Ablenkungsmanöver: Der »ewige Feind Iwan« erfordert einen neuen Militarismus in Deutschland, idiotisch »Kriegstüchtigkeit« genannt von Kriegsindividuum Pistorius. Aber darum geht es: 1) Ablenken von Fehlern/Schieflagen/Missbräuchen/Vetternwirtschaft … des Establishments, jener Parteien also, welche Deutschland seit Dezennien regieren, plündern, Deutschland also an jenen Abgrund manövriert haben, an welchem es heute steht. 2) Unterdrückung von ergebnisoffenen Diskursen (Cancel Culture/Gesinnungsterror), welche aber wesentliche Konstituenten einer funktionierenden Demokratie sind. Dies geht einher mit Aussagen wie »Diese oder jene Diskussion sollten wir nicht führen, weil sie den Falschen in die Hände spielt« u. ä. m. Solche K.O.-Aussagen kennt man bekanntlich aus Diktaturen. Sie verfolgen ausschließlich ein Ziel: anders Denkende zu diffamieren und sozial auszugrenzen. NGOs und »Empörungsmanagement«, verbunden mit medialen Hinrichtungen, sind an der Tagesordnung. Dies geht einher mit der ständigen Verharmlosung des Nationalsozialismus (siehe u. a. Correctiv, »Geheimplan-Recherche« – correctiv.org/themen/geheimplan-recherche/ — lto.de/recht/hintergruende/h/so-begruendet-das-lg-berlin-ii-die-correctiv-niederlage). 3) Beabsichtigte Selbstparalyse der politisch-staatlichen Akteure zum Zwecke der eigenen Machtzementierung. Es geht mitnichten um Demokratie. Der Fuchs will den Hühnerstall, die Pfründe bewachen. Literaturhinweise: Karl Dietrich Bracher, Die Auflösung der Weimarer Republik. Ders.: Die deutsche Diktatur. Ders.: Zeit der Ideologien. »Die schnellstmögliche Herbeiführung eines größtmöglichen Allgemein-/Weltwohles muss das oberste Ziel allen Denkens und Handelns in ziviler Bürgergesellschaft, Politik, Staat, Wirtschaft und Wissenschaft sein.« (RW) – Davon sind wir jedoch sehr weit entfernt! Auch daran wirkte und wirkt Politik seit 1949 nachhaltig mit. Wehrdienst / Kriegsdienst verweigern. Jetzt!
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Reinhard Hopp aus Berlin 11. Mai 2026 um 10:04 UhrEinen Vormund, der in solch einer unverantwortlichen Art und Weise mit dem Vermögen seines ihm anvertrauten Mündels umginge, hätte man schon längst aus dem Verkehr gezogen und vor Gericht gestellt. Wie lange wollen wir eigentlich noch tatenlos zusehen, wie solche kriegsbesessenen Irren unser Land ruinieren sowie unsere Zukunft und die unserer Kinder und Enkel skrupellos verspielen?
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Mit Geld zuschütten … das ist das einzige, was BRD-Regierungen richtig gut können. Sie haben nie etwas anderes gelernt als das. Ihnen fehlt auch jegliche Vorstellung davon, dass andere Regierungskünste gefragt sein könnten. Dann ist es auch noch Geld, das aus der Zukunft genommen werden muss, weil die Rekordsteuereinnahmen schon verbraten sind und vom Apparat (Staat, Parteien und deren Organisationen) absorbiert werden – bei äußerst fragwürdigen Ergebnissen. Bei den Sozialversicherungen sieht es genauso aus. Dieser Parteienstaat hat sich selbst einbetoniert (Kopf und Glieder). Er redet eh nur noch mit sich selbst und hält sich für die beste aller möglichen Welten. Und merkt nicht einmal, wie weltfremd er ist. Wunderwaffen sollen es jetzt richten, hat ja schon mal prima funktioniert. Eigentlich könnte Rheinmetall auch offiziell die Regierung übernehmen, macht eh keinen Unterschied.
Das Verwaltungsgericht Berlin hat im Juli 2024 in der ersten Instanz entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jährlichen Verfassungsschutzberichten erwähnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden. Seit vielen Monaten warten Verlag und Redaktion inzwischen auf eine Entscheidung des Gerichtes, ob eine Revision möglich oder gleich ein Gang vor das oberste Gericht nötig ist.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
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