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07.05.2026
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BSW-Kreisverband Brandenburg/Havel reinigt Panzerdenkmal zum Tag der Befreiung
Der BSW-Kreisverband Brandenburg an der Havel informierte am Mittwoch über eine Aktion seiner Mitglieder zur Pflege eines sowjetischen Panzerdenkmals zum Tag der Befreiung:
Am 4. Mai 2026 trafen sich Mitglieder des Brandenburger Kreisverbandes des BSW gemeinsam mit dem Landtagsabgeordneten Andreas Kutsche sowie dem Gast und Landtagsabgeordneten Gunnar Lehmann, um das Befreiungspanzerdenkmal in Brandenburg an der Havel zu reinigen und das Umfeld von wildem Bewuchs zu befreien. Anlass war der 8. Mai – der Tag der Befreiung vom Faschismus und das Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa. Ein Tag, der uns daran erinnert, wie wertvoll Frieden ist und wie schnell er verlorengehen kann. (…) Innerhalb von zwei Stunden gemeinsamer Arbeit wurden das Denkmal und sein Umfeld wieder zu einem würdigen Ort des Gedenkens für Besucherinnen und Besucher. (…) Der Zustand des Denkmals war dabei erschütternd – ein stark verrosteter Panzer und ein völlig verunkrautetes Umfeld. Dies empfanden wir als unwürdig für einen Ort, der an die Befreiung vom Faschismus erinnert. Deshalb wollten wir zum 8. Mai nicht einfach zur Tagesordnung übergehen, sondern selbst aktiv werden. Orte des Gedenkens zu erhalten, ist uns ein wichtiges Anliegen. Sie erzählen Geschichten, die nicht verlorengehen dürfen. (…)
Neben zahlreichen linken Parteien gedachten am Mittwoch in der Türkei auch die revolutionären Fans des Istanbuler Süper-Lig-Fußballvereins Fenerbahçe der am 6. Mai 1972 in Ankara hingerichteten Studentenführer und Revolutionäre Deniz Gezmiş, Yusuf Aslan und Hüseyin İnan:
Das Erbe von Deniz, Yusuf und Hüseyin ist für uns nicht nur eine Erinnerung, sondern der Inbegriff jenes unerschütterlichen Glaubens, der auf der Brust des gestreiften Trikots prangt. So wie die Geschichte diejenigen festgehalten hat, die dieses Land Stück für Stück an die NATO verschleudert haben, und so wie sie Zeugnis abgelegt hat von denen, die in Dolmabahçe vor der 6. Flotte des Imperialismus Aufstellung nahmen und sich dienstbar machten, so hat sie auch die ehrenvolle Haltung der Denizler festgehalten, die in ihren jungen Jahren auf dem Weg zum Galgen »Vollständig unabhängige Türkei« riefen. Das Andenken an diese drei jungen Menschen zu bewahren, bedeutet, jeden Zentimeter Boden und die Ehre dieses Landes zu verteidigen. Es bedeutet, Widerstand zu leisten gegen die Finsternis des Kapitals und gegen das blutige Schicksal, das der Imperialismus für die Völker des Nahen Ostens gebracht hat. Ihr Kampf ist größer als die paar Hände, die im Parlament zu ihrer Verteidigung erhoben werden, und größer als die heuchlerische Vaterlandsliebe der Faschisten, die versuchen, ihr Andenken zu beschmutzen.
Wir sind die revolutionären Fenerbahçeliler, die die gelb-blaue Liebe mit dem Kampf des Volkes vereinen. So wie Fenerbahçe im besetzten Istanbul die Hoffnung des Volkes war und Waffen an die Front trug, so tragen wir heute mit demselben Geist ihren unvollendeten Kampf auf unseren Schultern. Wir halten in unserem Kampf das Andenken an jene lebendig, die im Frühling ihres Lebens ohne Furcht zum Galgen schritten, um das Volk und die Arbeit zu verteidigen. Wir beenden unseren Text mit den Zeilen, die Deniz Gezmiş auf dem Weg zum Schafott rief: »Es lebe die vollständig unabhängige Türkei! Es lebe die erhabene Ideologie des Marxismus-Leninismus! Es lebe der Unabhängigkeitskampf des türkischen und kurdischen Volkes! Nieder mit dem Imperialismus! Es leben die Arbeiter und Bauern!« (…)
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Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
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