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Raumfahrt

Beim dritten Anlauf geglückt

Erfolgreicher Raketenstart der »Artemis 2«. Vier US-Astronauten sollen den Mond umrunden und eine spätere Landung vorbereiten

Foto: IMAGO/ZUMA Press Wire
Trägerrakete mit der »Orion«-Raumkapsel an der Spitze hier noch vor dem zweiten Anlauf zum Start (2.2.2026, Merritt Island, Florida)

Bislang schien dem »Artemis«-Mondflugprogramm der NASA kein Erfolg beschieden zu sein. Ursprünglich sollte »Artemis 2« Anfang Februar ins All starten. Aber zuerst hatte ein Wasserstoffleck der US-Weltraumagentur einen Strich durch die Rechnung gemacht, dann fiel aufgrund von Problemen mit der Heliumzufuhr der Raketen auch noch der Nachholtermin für den Start am 6. März aus. Doch aller guten Dinge sind drei: Am vergangenen Mittwoch um 18.35 Uhr Ortszeit gelang der Raketenstart auf dem Weltraumbahnhof Kennedy Space Center in Florida. Nur einen kurzen Schockmoment gab es nach dem Start – die Kommunikation zwischen den Astronauten und dem Kontrollzentrum brach kurz ab. Der Fehler konnte jedoch rasch überwunden werden. Insgesamt soll die Mission zehn Tage dauern.

Damit tritt das NASA-Projekt, zum ersten Mal seit dem Flug der »Apollo 17« im Dezember 1972 wieder Menschen auf den Mond zu bringen, in eine neue Phase ein. Die »Artemis 2«, mit drei Astronauten und einer Astronautin an Bord einer »Orion«-Raumkapsel, soll den Erdtrabanten zunächst nur umrunden und Arbeitsabläufe proben. Der Flug dient als Vorstufe für die eigentliche Mondlandemission »Artemis 3«, die im Jahr 2028 starten soll. Entsprechend jubelte NASA-Chef Jared Isaacman angesichts des erfolgreichen Starts, es handele sich um den »Beginn unserer Rückkehr zum Mond«. Auch die am Programm beteiligte europäische Raumfahrtbehörde ESA zeigte sich erfreut.

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Wie immer am großspurigsten kommentierte der US-Präsident Donald Trump auf seiner eigenen Internetplattform »Truth Social«: »Wir gewinnen im Weltraum, auf der Erde und überall dazwischen.« Damit übertüncht er den Umstand, dass die USA unter immer stärkeren Druck geraten, denn in Sachen Weltallprojekte macht die Volksrepublik China den Vereinigten Staaten schon längst Konkurrenz. Zuletzt sorgte die Landung der chinesischen Sonde »Chang’e 6« auf der erdabgewandten Seite des Mondes im Juni 2024 für Aufsehen. Und »Artemis 3« wird sich wenig Verzögerungen leisten können: Beijing will 2030 Menschen auf den Mond bringen.

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Erschienen in der Ausgabe vom 07.04.2026, Seite 15, Natur & Wissenschaft

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