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Nachschlag: Vergessene Aufnahmen

»Mit Hasan in Gaza« | aktuell im Kino

Foto: GRANDFILM
Diese Gesichter sind heute nur noch ferne Erinnerungen. Der Film ist eine Reflexion über Verlust und das Erinnern an ein Land und seine Menschen.

Verwackelte Mini-DV-Aufnahmen, ein Blick durch die Windschutzscheibe – so beginnt »Mit Hasan in Gaza«. Regisseur Kamal Aljafari dokumentierte gemeinsam mit seinem im Titel verewigten Begleiter das Leben im Gazastreifen.

Das Material stamme aus kürzlich wiederentdeckten Videoaufnahmen einer Reise aus dem Jahr 2001, erklärte ­Aljafari auf der Berliner Premiere. Was als Suche nach einem Freund begann, den er 1989 im Gefängnis kennengelernt hatte – ­Aljafari selbst saß mit 17 Jahren kurzzeitig in israelischer Haft, eine Erfahrung, die ihn nachhaltig prägte –, entwickelte sich zu einem unerwarteten Roadtrip.

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Er gewinnt Einblicke in einen Alltag unter Blockade, während in der Nacht israelische Raketen auf Gaza abgefeuert werden. Er begegnet Familien, deren Häuser dem Siedlungsbau weichen mussten, und der unbefangenen Neugier von Kindern, die heute nur noch wie ferne Erinnerung wirkt.

Die besondere Dringlichkeit des Films liegt darin, dass das, was er zeigt, so nicht mehr existiert. Der Film ist eine Trauerarbeit – über einen kaum fassbaren Verlust, über Gaza als Ort und über die Menschen. (yen)

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Erschienen in der Ausgabe vom 04.04.2026, Seite 14, Feuilleton

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