27.03.2026
Liberaler Feminismus
Mehr als ein Strafrechtsproblem
Die Debatte um digitale sexualisierte Gewalt verengt sich auf Regulierung und Forderungen nach Strafrechtsverschärfungen. An der alltäglichen Misogynie wird das wenig ändern
Von Claudia Wrobel
Die Aufmerksamkeitsökonomie hat wieder zugeschlagen: Ein prominenter Fall von sexualisierter Gewalt und Übergriffigkeit im digitalen Raum an einer Frau hat die gläserne Decke durchbrochen – was zu begrüßen ist. Ob Spontankundgebungen – die am Sonntag konnte nach Veranstalterangaben 13.000 Menschen vor das Brandenburger Tor in Berlin mobilisieren – und die Solidarisierung mit der Schauspielerin Collien Fernandes etwas gegen die Folgen alltäglich reproduzierter Misog...
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