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26.09.2023
- → Feuilleton
Manchmal helfen Schellen
Zunächst zehn Tage Augenklappe, dann eine Woche später bei der UN-Rede ein Pflaster im Gesicht: Wenn Olaf Scholz nächstens im Rollstuhl in den Bundestag geschoben wird, um den zweiten »Pakt für Deutschland« der Opposition vorzuschlagen, könnte es heißen, er wäre beim Rasieren von der Leiter gestürzt und direkt in die geballte Faust von Gattin Britta Ernst gelaufen. Diese ist schon gelegentlich mit unfreundlicher Mimik und einem mürrischen Gesichtsausdruck auffällig geworden.
Ist der Kanzler ein Opfer häuslicher Gewalt? Wird der Regierungschef zu Hause körperlich gezüchtigt? Nicht, dass ein maßvoller Arschtritt ab und an einem schlaffen Sack schaden würde, aber sind derart rustikale Maßnahmen in einer modernen Partnerbeziehung noch zeitgemäß? Und verstoßen sie nicht gegen das Gleichbehandlungsprinzip? Sind die Erinnerungslücken an die »Cum-Ex«-Vorgänge gar auf Schädel-Hirn-Verletzungen zurückzuführen?
Im Rahmen des »Pakts für Deutschland«, den der Kanzler am 6. September im Bundestag selbst vorgeschlagen hat, beabsichtigt die zuständige Familienministerin Elisabeth Paus, ein »Safe House« für misshandelte Spitzenpolitiker einzurichten, in dem Olaf Scholz unterkommen könnte. Hier könnte sich der Kanzler erholen und vielleicht sogar seine verlorenen Erinnerungen wiederfinden.
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