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Deak

Wie es kommen musste

Spätestens 2030 wird Deutschland wieder Fußballweltmeister

Foto: Peter Cziborra/REUTERS
Wenn das der Kaiser wüsste!

Wir haben es alle kommen sehen, es gab genug warnende Stimmen. Keiner soll bitte im nachhinein sagen: »Ich habe es nicht gewusst.« Die gerade in München begonnene Junioren­europameisterschaft im Synchronschwimmen kann Deutschland genauso spalten wie die Katastrophe bei der Fußballweltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada.

Und kommt mir bitte nicht wieder mit der Ausrede: »Aber damals bei Stalingrad war noch alles anders.« Natürlich war damals bei Stalingrad alles anders. Das Wetter war viel besser und der Sommerregen viel nasser. Und überhaupt: Früher war alles viel früher. Oder später. Damals war der Kaiser Franz noch ein Beckenbauer und trug, wie alle seine Fußballerkollegen, viel zu knappe Fußballhöschen und zu lange Haare. Wie lange will man sich noch auf die vergangenen Heldentaten berufen?

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Wir hatten damals auch noch keinen Präsidenten Trump, der die Hormus-Straße alle zwei Tage auf- und zumachte, je nach Beschaffenheit seines Stuhlgangs. Oder Grönland als 61. US-Bundesstaat annektieren will und die Bering- zur Einbahnstraße erklärt und ihre Überquerung mit 1.000-Prozent-Zollgebühren belegt.

Spätestens 2030 wird Deutschland wieder Fußballweltmeister. Das garantiere ich und verlasse mich dabei auf das Ehrenwort vom Bundestrainer Nagelsmann. Dafür muss das Eckige in das Runde kommen! Oder umgekehrt. Die gegnerischen Mannschaften müssen etwas kooperativer sein, und Nagelsmann muss Trainer bleiben!

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Erschienen in der Ausgabe vom 03.07.2026, Seite 10, Feuilleton

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