Wie es kommen musste
Spätestens 2030 wird Deutschland wieder Fußballweltmeister
Wir haben es alle kommen sehen, es gab genug warnende Stimmen. Keiner soll bitte im nachhinein sagen: »Ich habe es nicht gewusst.« Die gerade in München begonnene Junioreneuropameisterschaft im Synchronschwimmen kann Deutschland genauso spalten wie die Katastrophe bei der Fußballweltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada.
Und kommt mir bitte nicht wieder mit der Ausrede: »Aber damals bei Stalingrad war noch alles anders.« Natürlich war damals bei Stalingrad alles anders. Das Wetter war viel besser und der Sommerregen viel nasser. Und überhaupt: Früher war alles viel früher. Oder später. Damals war der Kaiser Franz noch ein Beckenbauer und trug, wie alle seine Fußballerkollegen, viel zu knappe Fußballhöschen und zu lange Haare. Wie lange will man sich noch auf die vergangenen Heldentaten berufen?
Wir hatten damals auch noch keinen Präsidenten Trump, der die Hormus-Straße alle zwei Tage auf- und zumachte, je nach Beschaffenheit seines Stuhlgangs. Oder Grönland als 61. US-Bundesstaat annektieren will und die Bering- zur Einbahnstraße erklärt und ihre Überquerung mit 1.000-Prozent-Zollgebühren belegt.
Spätestens 2030 wird Deutschland wieder Fußballweltmeister. Das garantiere ich und verlasse mich dabei auf das Ehrenwort vom Bundestrainer Nagelsmann. Dafür muss das Eckige in das Runde kommen! Oder umgekehrt. Die gegnerischen Mannschaften müssen etwas kooperativer sein, und Nagelsmann muss Trainer bleiben!
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 2,5
Das Verwaltungsgericht Berlin hat im Juli 2024 in der ersten Instanz entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jährlichen Verfassungsschutzberichten erwähnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden. Seit vielen Monaten warten Verlag und Redaktion inzwischen auf eine Entscheidung des Gerichtes, ob eine Revision möglich oder gleich ein Gang vor das oberste Gericht nötig ist.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
