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Aus: Ausgabe vom 01.06.2019, Seite 16 / Aktion
Hände weg von Venezuela!

Netzwerk der Solidarität aufbauen

Erfolg durch gemeinsames Handeln
Von Dietmar Koschmieder
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Es geht also doch: Am vergangenen Dienstag trafen sich über 750 Menschen in der Berliner Urania, um den progressiven Kräften in Lateinamerika und Venezuela solidarisch beizustehen. Beschlossen wurde die Durchführung der Veranstaltung nur drei Wochen zuvor von einer Reihe von Organisationen. Nicht nur die Mobilisierung gelang, nicht nur das Programm war anspruchsvoll: Auch die Resonanz in deutschen und internationalen Medien ist erstaunlich. Wichtig ist die praktische Erfahrung, dass linke Gruppen, Parteien und Organisationen gemeinsam und rasch handeln können. Durch Kartenverkauf, Beiträge der Mitveranstalter und Spenden konnten die Kosten für die Veranstaltung vollständig aufgebracht werden. Ein besonderer Dank geht auch diesmal an die Leserinnen und Leser der jungen Welt, die zur Mobilisierung und Finanzierung besonders beigetragen haben.

Trotz der großen Freude sollten wir jedoch nicht übersehen, dass die Veranstaltung kein Selbstläufer war. Lediglich die Unterstützergruppen der Rosa-Luxemburg-Konferenz konnten rasch erreicht werden. Und dann hat sich auch herausgestellt, dass in vielen Gruppen die Mobilisierungsfähigkeit nicht stark ausgebildet ist. Eine Folge davon: Etwa 150 Plätze des Humboldtsaals der Urania blieben unbesetzt. Wohlgemerkt: Die Veranstaltung war trotzdem ein großer Erfolg – aber wir müssen an unserer Vernetzung arbeiten, damit wir für kommende Kämpfe besser aufgestellt sind. Ein erster Schritt dazu wäre, den Kreis der Unterstützenden für die Rosa-Luxemburg-Konferenz auszubauen und die entsprechenden Vorbereitungstreffen zu nutzen, ein Solidaritätsnetzwerk der Linken aufzubauen. Das wäre ein weiterer Erfolg unserer gemeinsamen Soliveranstaltung vom 28. Mai! Das nächste Treffen findet am 17. Juni ab 18 Uhr in den Räumen der jW-Redaktion (Torstraße 6, 10119 Berlin) statt.

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Die Bundesregierung sagt: der Tageszeitung junge Welt sei mit geheimdienstlichen Mitteln der »Nährboden zu entziehen«. Wirtschaftlich und wettbewerbsrechtlich negative Folgen durch die Nennung der Zeitung im Verfassungsschutzbericht seien sogar beabsichtigt.

Unsere Antwort darauf kann nur sein, dass sie mit diesem grundgesetzwidrigen Eingriff in die Presse- und Meinungsfreiheit genau das Gegenteil erreichen! Deshalb fordern wir alle Freunde, Leserinnen und Leser, Unterstützer, Autoren und Genossenschaftsmitglieder auf: Tun wir alles, um den »Nährboden« der jungen Welt zu stärken – jetzt erst recht!

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