-
24.09.2011
- → Ausland
Bekennerschreiben nach Anschlag in Türkei
Ankara. Die Freiheitsfalken Kurdistans (TAK) haben sich zu einem Autobombenanschlag bekannt, bei dem am Montag in Ankara drei Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt wurden. In dem von der Nachrichtenagentur Firat am Donnerstag abend veröffentlichten Bekennerschreiben drohen TAK mit weiteren Anschläge. »Der Verantwortliche für den jetzt entstehenden Krieg und die Menschen, die dabei umkommen werden, ist allein Recep Tayyip Erdogan«, beschuldigten die TAK den türkischen Ministerpräsidenten, der seit Wochen Luftangriffe auf Ziele im kurdischen Nordirak fliegen läßt. Die TAK, die sich in den letzten Jahren zu Dutzenden Anschlägen in türkischen Städten bekannten, haben sich nach eigenen Angaben von der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) abgespalten. Deren auf einen Friedensdialog abzielende Politik lehnen die TAK als zu gemäßigt ab.
Unterdessen rollte die Welle der Verhaftung von Politikern der prokurdischen Partei für Frieden und Demokratie (BDP) am Freitag mit der Festnahme der Bürgermeister der Städte Sirnak, Idil und Silopi wegen angeblicher PKK-Kontakte weiter. In den letzten sechs Monaten wurden rund 1360 Mitglieder und Funktionäre der BDP verhaftet.
Unterdessen rollte die Welle der Verhaftung von Politikern der prokurdischen Partei für Frieden und Demokratie (BDP) am Freitag mit der Festnahme der Bürgermeister der Städte Sirnak, Idil und Silopi wegen angeblicher PKK-Kontakte weiter. In den letzten sechs Monaten wurden rund 1360 Mitglieder und Funktionäre der BDP verhaftet.
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Ausland
→ mehr von
Nick Brauns