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Anno…17. Woche

Geschichte im Rückspiegel

1911, 27. April: Im Kanton Guangzhou erheben sich chinesische Revolutionäre gegen die Quing-Dynastie. Der »Huanghuagang-Aufstand« (benannt nach einem Hügel in der dortigen Provinz), der Versuch einer bürgerlichen Revolution unter Einfluß von Sun Yatsen, wird von kaiserlichen Truppen blutig niedergeschlagen, über 100 Revolutionäre werden getötet.

1936, 26. April/3. Mai: In Frankreich erzielt die Volksfront, die im Jahr zuvor im Kampf gegen die faschistische Gefahr der »Feuerkreuzler« und anderer faschistischer Ligen entstanden ist, einen Wahlsieg. Die Volksfrontparteien – die FKP, die SFIO und die Partei der Radikalsozialisten – erringen 5, 4 Millionen Stimmen und ziehen am 3.5. mit 334 von insgesamt 559 Abgeordneten in das Parlament ein. Die am 4.6. unter Léon Blum gebildete Regierung setzt sich aus Sozialisten und Radikalsozialisten zusammen und erhält von der FKP die Zusage uneingeschränkter parlamentarischer Unterstützung bei der vollen Realisierung des im Januar 1936 veröffentlichten Volksfrontprogramms; dieses sieht u. a. die Einführung der 40-Stunden-Woche und bezahlten Urlaub vor.

1946, 25. April–15. Mai: Auf der Pariser Vier-Mächte-Außenministerkonferenz (USA, UdSSR, Großbritannien, Frankreich) wird über die politische Neuordnung Deutschlands verhandelt. Der von den USA vorgeschlagene Byrnes-Plan, der die Entwaffnung und Besetzung Deutschlands auf 25 Jahre vorsieht, wird vom sowjetischen Außenminister Molotow mit der Forderung nach Schaffung eines einheitlichen deutschen Staates bei vollständiger Entmilitarisierung gekontert.
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1956, 26. April–20. Mai: Eine Regierungsdelegation der DDR unter Außenhandelsminister Heinrich Rau besucht Ägypten, Libanon, Sudan und Syrien und durchbricht damit den Bonner Alleinvertretungsanspruch und die versuchte internationale Isolierung der DDR.

1966, 27. April: Als erstes Mitglied einer sowjetischen Regierung wird Außenminister Andrej Gromyko von Papst Paul VI. im Vatikan empfangen.

1986, 26. April: In Block 4 des Atomkraftwerks Tschernobyl nahe der ukrainischen Stadt Prypiat kommt es zu einem unkontrollierten Leistungsanstieg, der zur Explosion des Reaktors führt. Der Unfall ist die bis dahin größte Katastrophe in der Geschichte der Nutzung der Atomenergie.
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Erschienen in der Ausgabe vom 23.04.2011, Seite 15, Geschichte

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