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Hölle Argentinien

Der Hamburger Laika Verlag macht nicht nur die DVD-Reihe »Bibliothek des Widerstands«, sondern neuerdings auch Bücher. Zum Frühjahrsprogramm zählt der Titel »Wenn die anderen verschschwinden, sind wir nichts« von Gladys Ambort, die 1975 in Argentinien als 17jährige Linke eingesperrt wurde. Während ihrer Haft putschte das Militär, das insgesamt 30000 Menschen ermorden ließ. Gladys Ambort erlebte in dieser Zeit verschiedene Formen der Isolationshaft. Nach drei Jahren kam sie auf Vermittlung des Roten Kreuzes frei und konnte nach Paris ausreisen, wo sie in einer Pressekonferenz in Paris zusammen mit Simone de ­Beauvoir über die argentinischen Verhältnisse berichtete und über das Erleben einer jungen Frau, deren Jugend mit dem Tag ihrer Inhaftierung beendet worden war. Ihr Buch ist mehr als 30 Jahre später ein Report über die verschiedenen Stufen der Hölle, deren Ziel es ist, das rebellierende Individuum zu brechen und die Herrschaft des militärisch-industriellen Komplexes zu perpetuieren. Heute stellt sie ihr Buch um 19 Uhr in der jW-Ladengalerie, Torstraße 6, Berlin vor. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 21.03.2011, Seite 13, Feuilleton

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