-
12.11.2009
- → Feuilleton
Das Routinierte
Der Intendant der Berliner Volksbühne, Frank Castorf, hat
Versäumnisse bei der Leitung des Theaters eingeräumt.
»Ich hätte viel radikaler und viel früher dieses
Theater, das Ensemble verändern müssen«, sagte
Castorf der Süddeutschen Zeitung. Doch durch die
»Routine des Erfolgs« sei das
»weggerutscht«. Teilweise habe er auch »in die
Dramaturgie die falschen Leute geholt«. Castorf sieht in der
Bevölkerung die »Ressourcen für ein anderes
Interesse am Theater« schrumpfen. Die Menschen seien
heutzutage vor allem »mit dem Überleben
beschäftigt«. Wenn die Wirtschaftskrise sich ausweite
und »ein Viertel, ein Drittel der Menschen keine Chance mehr
hat«, dann werde das Theater »vielleicht wieder ganz
anders wichtig«. Nach mehrmonatiger Sanierung wird die
Volksbühne heute wiedereröffnet.
(ddp/jW)
(ddp/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Feuilleton
