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US-Whistleblowerin ­beendet Hungerstreik

Leavenworth. Die US-Whistleblow­erin Chelsea Manning hat ihren am vergangenen Samstag im Militärgefängnis von Fort Leavenworth (Kansas) begonnenen Hungerstreik gegen die »Verweigerung notwendiger medizinischer Behandlung« beendet, nachdem die Armeeführung eingelenkt hatte. Wie Manning ihren Verteidigern mitteilte, war sie von Regierungsbeamten aufgesucht worden, die ihr ein Schreiben überreichten, in dem ihr auf der Basis einer neuen Richtlinie des Pentagon die geforderte »medizinische Geschlechtsumwandlung« garantiert wird. Damit wäre Manning die erste transsexuelle Armeeangehörige der USA, die eine solche Behandlung in Strafhaft erhält. Unterstützer wie Daniel Ellsberg setzen unterdessen ihre Kampagne unter ­www.freechelsea.com mit der Forderung fort, Manning wegen ihres Selbstmordversuchs nicht mit weiterer Isolierung zu bestrafen.

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Erschienen in der Ausgabe vom 15.09.2016, Seite 1, Ausland

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