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Pressemitteilungen

  • 21.09.2021 14:19 Uhr

    »Frieden statt NATO« - XX. Internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz am 10. Januar 2015 in Berlin

    Redaktion

    Am Samstag, den 10. Januar 2015, veranstaltet die Tageszeitung junge Welt gemeinsam mit 30 Organisationen, Gewerkschaften und Medien die XX. Internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz im Berliner Urania-Haus. Im Jahr des 70. Jahrestages der Befreiung Europas vom Faschismus lautet das Motto »Frieden statt NATO«. Zur größten jährlichen Konferenz linker politischer Kräfte aus der Bundesrepublik und dem Ausland werden wieder mehr als 2.000 Gäste erwartet, über 1.000 Eintrittskarten wurden bereits verkauft.

    Anlass für das Thema ist das neue Niveau der Aggressivität und der Kriegsführung: Die NATO provoziert in Europa, im Nahen und Mittleren Osten sowie in Afrika neue Konflikte, in denen sie eigene Truppen oder die anderer Staaten kämpfen lässt. Zum Thema referieren werden u.a. die kanadische Ökonomin Radhika Desai, der deutsche Publizist Otto Köhler, der LINKEN-Politiker und Publizist Oskar Lafontaine und der belgische Politiker Peter Mertens, Vorsitzender der Partei der Arbeit (PdA).

    Weitere Beiträge kommen von dem seit 1982 inhaftierten US-Journalisten Mumia Abu-Jamal, außerdem von Gian Paolo »Picchio« Picchiami, Leadsänger der Banda Bassotti, und Tourmanager David Cacchione. Sie berichten über ihre Solidaritätskonzerte für den Kampf gegen den Vormarsch faschistischer Bataillone in der Ostukraine. Hans Modrow, ehemaliger DDR-Ministerpräsident, und Volker Hermsdorf, jW-Autor, stellen ihr druckfrisches Buch »Amboss oder Hammer. Gespräche über Kuba« vor.

    In einer Expertenrunde zu aktuellen Beispielen antimilitaristischer Bewegungen spricht u.a. die israelische Friedenscampaignerin Sharon Dolev, Gründerin und Direktorin der Regionalen Friedens- und Abrüstungsbewegung (RPM). Der US-amerikanische Journalist Linn Washington und der Moskauer Fernsehjournalist Ivan Rodionov, derzeitiger Chefredakteur der Nachrichtenagentur Ruptly mit Sitz in Berlin, erzählen in einem Mediengespräch über die Schwierigkeiten beim Schreiben der Wahrheit.

    Ab 17:30 Uhr diskutieren Oskar Lafontaine, Willy Wimmer, CDU-Politiker und ehemaliger Vizepräsident der OSZE, sowie der Schauspieler Rolf Becker über den Abschied der LINKEN vom Antimilitarismus. Moderiert wird das Podiumsgespräch von Arnold Schölzel, Chefredakteur der Tageszeitung junge Welt.

    Am Abend treten Dota Kehr, bekannt als die Kleingeldprinzessin, zusammen mit Jan Rohrbach & Special Guests auf: Gian Paolo »Picchio« Picchiami von der Banda Bassotti und die Berliner Folkpunkband The Pokes. Mit karibischer Livemusik der Gruppe Son Batey feiern wir anschließend die Freilassung von Gerardo Hernández, Ramón Labañino und Antonio Guerrero aus der US-Haft. Damit sind alle Cuban Five frei!

    Die Konferenzsprachen sind Englisch, Spanisch und Deutsch, alle Beiträge werden simultan übersetzt.

    Die Rosa-Luxemburg-Konferenz war in der Vergangenheit immer wieder Auftrittsort für prominente Politiker, Autoren und Wissenschaftler aus allen Strömungen der Linken weltweit, u.a. Angela Davis, Noam Chomsky, Denis Goldberg, Tariq Ali, Ignacio Ramonet, Ramón Chao, Ana Elisa Osorio Granado, Gesine Lötzsch, Mandakranta Sen, Elmar Altvater, Christian Geissler, Hans Heinz Holz, Moshe Zuckermann, Alfred Hrdlicka, Norman Peach, Domenico Losurdo, Arnaldo Otegi, Gladys Marin, Jutta Ditfurth, Dietmar Dath und viele andere. Die junge Welt ist die einzige marxistisch orientierte Tageszeitung im deutschsprachigen Raum und wird von der Genossenschaft ihrer Leserinnen und Leser herausgegeben.

    Weitere Informationen und Presseakkreditierung online unter www.rosa-luxemburg-konferenz.de Es wird um frühzeitige Akkreditierung gebeten, da die Veranstaltung am Tag der Konferenz voraussichtlich ausverkauft sein wird. Für Nachfragen ist das jW-Ressort Marketing & Kommunikation Ansprechpartner (Katja Klüßendorf, Jessica Eitelberg, Kristina Westphal, Telefon 030/53 63 55-16, Fax 030/53 63 55-44 oder E-Mail an marketing@jungewelt.de).

  • 21.09.2021 14:03 Uhr

    junge Welt: Lafontaine fordert neue Russland-Politik

    Redaktion

    Der Linke-Politiker Oskar Lafontaine kritisiert die Russland-Politik von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Die einseitige Osterweiterung der NATO stelle einen Wortbruch des Westens dar und habe zur gegenwärtigen Ukraine-Krise geführt, schreibt der Vorsitzende der Linksfraktion im saarländischen Landtag in einem Gastbeitrag für die in Berlin erscheinende Tageszeitung junge Welt (Donnerstagausgabe). Notwendig sei eine Ost- und Entspannungspolitik, »die sich an der erfolgreichen Außenpolitik Willy Brandts orientiert«, fordert Lafontaine pünktlich zum Berlin-Besuch des ukrainischen Ministerpräsidenten Arseni Jazenjuk.

    In ihrem Grundsatzprogramm fordere die Partei Die Linke, die Umwandlung der NATO in ein kollektives Verteidigungsbündnis unter Beteiligung Russlands. Daran gelte es festzuhalten, so Lafontaine, mit Blick auf Diskussionen über eine mögliche rot-rot-grüne Regierung. Einer Aufnahme der Ukraine oder eines anderen Anrainerstaates Russlands in die NATO werde eine Bundesregierung, an der die Partei Die Linke beteiligt sei, nicht zustimmen. Lafontaine weiter: »Die Stationierung von NATO-Truppenverbänden an der Westgrenze Russlands lehnt eine Bundesregierung, an der die Linke beteiligt ist, ab.«

    SPD und Grüne sähen in der Bereitschaft der Linken, sich an Interventionskriegen zu beteiligen, die Voraussetzung für eine gemeinsame Regierung. »Sollte es bei dieser Bedingung bleiben, dann kann es Rot-Rot-Grün nicht geben«, schließt der frühere Linke-Vorsitzende.

    Mit Spannung wird eine Grundsatzrede überHaltelinien zu Kriegseinsätzen erwartet, die Oskar Lafontaine auf der XX. Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz am Samstag im Berliner Urania-Haus auf Einladung der Tageszeitung junge Welt halten wird. Im Anschluss stellt er sich der Diskussion mit Willy Wimmer (CDU) und dem Schauspieler Rolf Becker.

  • 21.09.2021 14:18 Uhr

    XX. Internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz: Otto Köhler begeht seinen 80. Geburtstag mit dem Eröffnungsvortrag

    Redaktion

    Die Tageszeitung junge Welt veranstaltet am Samstag, 10. Januar 2015, bereits die XX. Internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz in der Urania Berlin. Der Hamburger Journalist und Schriftsteller Otto Köhler begeht seinen 80. Geburtstag mit dem Eröffnungsvortrag: Ja, ich bin es, Thersites – Schmäher aller Kriege, ihrer Feldherrn, ihrer Propagandisten und ihrer Professoren.

    Seit Jahrzehnten ist Otto Köhler, geboren am 10. Januar 1935, einer der kritischsten Chronisten der BRD. Als 2009 die Jubelfeiern zum 60. Jahrestag der Verabschiedung des Grundgesetzes und zum 20. der DDR-Grenzöffnung anhoben, meldete er sich mit einer Reihe von Beiträgen zu Wort, in denen er die Nachkriegsgeschichte dieser Republik gegen den Strich bürstete. Solcherart Staatsereignisse bewirken bei ihm stets einen Produktivitätsschub. So war bei ihm nachzulesen, wie der spätere Bundeskanzler Ludwig Erhard im Januar 1945 zusammen mit dem später gehängten SS-Einsatzgruppenführer Otto Ohlendorf die »soziale Marktwirtschaft« ersann oder wie Theodor Maunz, Autor des herrschenden Kommentars zum Grundgesetz, nach 1933 aus den »Wirklichkeiten des völkischen Lebens: Rasse, Boden, Führer, Gefolgschaft, Treue, Ehre« den »Neubau« der Rechtswissenschaft vollziehen wollte. Die Gründungslegenden von der »Stunde Null« oder einem »demokratischen Neuanfang« nach 1945 im Westen führt Köhler in seinen Arbeiten ad absurdum. Mit ihm, dem radikalen Demokraten und unermüdlichen Aufklärer, ist wahrlich kein imperialistischer Staat zu machen. Mit feiner Ironie und in geschliffenem Deutsch gehen Otto Köhlers Interventionen stets aufs Ganze: Er verfolgt die langen Wellen des Faschismus. Wie sich dieser auch im Verhalten heutiger Amtsträger äußert, – von Erika Steinbach über Thilo Sarrazin bis zu Horst Köhler –, arbeitet er mit kriminalistischem Spürsinn, akribisch und detailversessen heraus. Die Kunst, in einem scheinbar abseitigen Zitat eine ganze Welt der Niedertracht aufscheinen zu lassen, beherrscht er meisterhaft. So erweist sich bei ihm deutsche Nachkriegsgeschichte stets als Vorkriegsgeschichte, von Jugoslawien bis Afghanistan. Er ist Mitherausgeber der Zeitschrift Ossietzky. Im Jahr 2007 wurde Köhler für sein Lebenswerk mit dem Kurt-Tucholsky-Preis, der deutschen Auszeichnung für literarische Publizistik, ausgezeichnet.

    Neben dem Vortrag von Otto Köhler gibt es weitere Beiträge u.a. von der kanadischen Ökonomin Radhika Desai, dem Linken-Politiker Oskar Lafontaine, dem Vorsitzenden der belgischen Partei der Arbeit Peter Mertens, dem Vorsitzenden des Ältestenrates der Partei Die Linke Hans Modrow, dem US-Journalisten Linn Washington, dem Moskauer Fernsehjournalisten Ivan Rodionov, der israelischen Friedenscampaignerin Sharon Dolev, dem US-Journalisten und politischen Gefangenen Mumia Abu-Jamal und viele weitere. Ab 17:30 Uhr diskutieren Oskar Lafontaine, Willy Wimmer, CDU-Politiker und ehemaliger Vizepräsident der OSZE, sowie der Schauspieler Rolf Becker über den Abschied der LINKEN vom Antimilitarismus. Moderiert wird das Podiumsgespräch von Arnold Schölzel, Chefredakteur der Tageszeitung junge Welt. Das komplette Programm entnehmen Sie bitte der Website zur Konferenz: www.rosa-luxemburg-konferenz.de

    Weitere Informationen und Presseakkreditierung online unter www.rosa-luxemburg-konferenz.de. Es wird darum gebeten, Akkreditierungsanfragen rechtzeitig zu stellen, da die Veranstaltung am Tag der Konferenz voraussichtlich ausverkauft sein wird und Presseplätze begrenzt zur Verfügung stehen. Für Nachfragen ist das jW-Ressort Marketing & Kommunikation Ansprechpartner (Katja Klüßendorf, Jessica Eitelberg, Kristina Westphal, Telefon 030/53 63 55- 16/ -18/ -86, Fax 030/53 63 55-44 oder E-Mail an marketing@jungewelt.de)

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