Castorproteste 2010

Castorproteste 2010

  • · Nachrichten

    Umweltminister Röttgen (CDU) eiert

    Berlin. Die Bundesregierung hat nach den Protesten gegen den Castor-Transport offenbar keine Argumente mehr: Bundesumweltminister Röttgen (CDU) erklärte in einem Interview des ZFD heute abend, die Prüfung der Eignung des Atommüll-Lagers Gorleben sei nach wie vor »ergebnisoffen«. Auf mehrfache Nachfragen des Moderators verweigerte er jede Antwort darauf, ob auch Alternativen geprüft werden. Auch auf die Frage, warum Bundestagspräsident Norbert Lammert (ebenfalls CDU) kritisiert, daß die Regierung die Verlängerung der Laufzeiten für Kernkraftwerke durch das Parlament gepeitscht hatte, wußte er nichts zu sagen.
    (jW)

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    München: Spontandemonstration gegen Polizeigewalt im Wendland

    Aus Protest gegen die Polizeigewalt im Wendland ist noch heute Abend eine Spontandemonstration in der bayerischen Landeshauptstadt München geplant. Zu der Aktion hat die Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend (SDAJ) aufgerufen. Die Kreismitgliederversammlung der Partei Die Linke schloß sich an. Die Demonstration beginnt um 20:30 Uhr am Sendlinger-Tor-Platz.
    (jW)

  • · Berichte

    Abgeschrieben …

    Der parlamentarische Geschäftsführer der Linksfraktion im nordrhein-westfälischen Landtag, Ralf Michalowsky:

    »Zusammen mit zahlreichen weiteren Abgeordneten der LINKEN aus Landtagen und dem Bundestag haben wir heute mit Entsetzen die Polizeigewalt im Wendland beobachtet. So entsetzt wir über den Polizeieinsatz sind, so begeistert sind wir über die Entschlossenheit, mit der tausende von Menschen sich gegen den Castor-Transport wehren.

    Hunderte Demonstranten sind von der Polizei durch Granaten mit Tränengas, durch Knüppeleinsätze und Pfefferspray, durch Attacken per Pferd und Schläge zum Teil schwer verletzt worden. Sie haben sich dadurch nicht einschüchtern lassen. 150 Meter Schiene sind geschottert, 5 000 Menschen blockieren Harlingen, die Bauern bilden Treckerblockaden.

    Der heutige Tag zeigt: der Castor muß durchgeknüppelt werden. Die Bundeswehr stellt Panzer gegen Demonstranten bereit, die Grund- und Freiheitsrechte sind im Wendland außer Kraft gesetzt. 

    Wir fordern daher den sofortigen Abbruch des Castor-Transports. Gegen den Willen der Bevölkerung dürfen Atommülltransporte nicht durchgeführt werden, darf es keine Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke geben. Ein gewaltsames Durchsetzen des Castor-Transports in dieser Situation würde den Rahmen jeder Verhältnismäßigkeit sprengen.

    Nach dem Polizeieinsatz bei der Demonstration gegen >Stuttgart 21< am 30. September werden im Wendland erneut demokratische Grundrechte schwer verletzt. Jeder Knüppelschlag auf Demonstranten ist ein Anschlag auf die Demokratie. Deshalb muß der Castor-Transport sofort abgebrochen werden.«

  • · Nachrichten

    Gleisblockade bei Harlingen: Polizei kündigt Räumung an

    Mindestens 2000 Menschen blockieren westlich von Harlingen immer noch die Gleise, um den Atommülltransport auf dem Weg zur Umladestation Dannenberg zu stoppen. Trotz massiver Polizeipräsenz und angekündigter Räumung haben sie Lagerfeuer entzündet, um sich zu wärmen. Die Initiative »x-tausendmal quer« wünscht sich Medienpräsenz an Ort und Stelle - auch zum Schutz vor Polizeigewalt. Die Blockade umfaßt alle Generationen: Menschen im Alter von sechs bis 80 Jahren sitzen auf den Gleisen, melden Beobachter. Ein Reparaturzug soll bereit stehen, um Streckenteile wieder befahrbar zu machen, auf denen die Schottersteine aus dem Gleisbett entfernt wurden.
    (jW)

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    Freiberg (GdP) ist besorgt

    Düsseldorf. Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Konrad Freiberg, hat sich besorgt darüber gezeigt, daß Demonstranten im Wendland einen Polizeipanzer angezündet haben. Das sei eine »neue Stufe der Gewalt«, sagte er der in Düsseldorf erscheinenden Zeitung »Rheinische Post«. »Das muß geplant und vorbereitet worden sein.« Kernkraftgegner hatten am Sonntag einen Polizeipanzer in einem Wald in der Nähe von Hitzacker mit Teer übergossen und angezündet.

    Ähnlich starke Worte hatte Freiberg allerdings nicht gefunden, als ein hinter Panzerglas sitzender Polizeibeamter bei einer Demonstration gegen »Stuttgart 21« einem Demonstranten per Hochdruckstrahl aus seinem Wasserwerfer ein Auge ausgeschossen hatte. Mehrere andere Demonstranten hatten ebenfalls schwere Augenverletzungen erlitten, weil ihnen gezielt ins Gesicht geschossen worden war.
    (jW)

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    Mitten ins Gesicht: Ein Video zur Polizeibrutalität

    Dannenberg. Die Polizei ist heute zum Teil mit unglaublicher Brutalität gegen Atomkraftgegner vorgegangen, die gegen den Transport von Castor-Behältern nach Gorleben demonstrierten. Auf einem Video ist zu sehen, wie ein Beamter mit den Fäusten einem wehrlosen, auf dem Boden liegenden Demonstranten ins Gesicht schlägt. Das Video kann im Internet betrachtet werden: http://www.youtube.com/watch?v=1jhCVH2rtXQ&t=142

    (jW)
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    Castor rollt Richtung Dannenberg

    Dannenberg. Der Sonderzug mit den elf Castor-Behältern ist heute Abend nach einem längeren Stopp in Lüneburg in Richtung Dannenberg weitergefahren. Demonstranten in Frankreich und vor allem in Deutschland war es gelungen, den Transport von La Hague nach Gorleben gegenüber dem ursprünglichen Zeitplan um bislang gut elf Stunden zu verzögern. Am Verladebahnhof in Dannenberg sollen die Atombehälter per Kran auf Tieflader umgesetzt und zum Atommüll-Lager Gorleben gefahren werden.

    Mehrere tausend Demonstranten versuchten immer wieder, die Bahnstrecke von Lüneburg zum Verladebahnhof in Dannenberg zu besetzen und den Schotter aus dem Gleisbett zu räumen. Dabei kam es zu massiven Ausschreitungen der Polizei, die mit berittenen Beamten, Wasserwerfern, Reizgas, Pfefferspray und Knüppeln gegen die Kernkraftgegner vorging. Auf beiden Seiten gab es Verletzte - wie viele genau, ist bislang unbekannt.
    (dapd/jW)

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    Castor steht in Lüneburg

    Lüneburg. Der Castor-Transport mit hochradioaktivem Abfall hat am Sonntagnachmittag gegen 15:45 Uhr mit erheblicher Verspätung Lüneburg erreicht, wo er nach jW-Informationen erneut zum Stehen gekommen ist.

    In der niedersächsischen Stadt beginnt der letzte Abschnitt des Schienentransports in das 50 Kilometer entfernte Dannenberg, wo die Atommüllbehälter auf Lastwagen umgeladen werden sollen. Der Transport muß ab Lüneburg über die sogenannte Wendlandbahn rollen, eine eingleisige Strecke, die oft durch unwegsames Gelände führt, und von der Polizei nur schwer zu überwachen ist. In Dannenberg sollen die Castor-Behälter in einem extra dafür errichteten Verladebahnhof auf Lastwagen umgesetzt werden und voraussichtlich am morgigen Montag auf der Straße in das etwa 20 Kilometer entfernte
    Zwischenlager Gorleben rollen.

    (jW/dapd)

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    ... und er rollt wieder

    Unterlüß/Uelzen. Nach anderthalb Stunden Stillstand bei Unterlüß zwischen Celle und Uelzen hat der Castor-Transport heute Nachmittag seine Fahrt vom französischen La Hague ins niedersächsische Zwischenlager Gorleben fortgesetzt. Ein Polizeisprecher bestätigte, daß der mit hochradioaktivem Material in elf  Behältern beladene Zug nun Richtung Uelzen rollt. Als Grund für den Stopp von etwa 12.50 bis 14.20 Uhr nannte er drei Atomkraftgegner, die sich bei Unterlüß an die Gleise gekettet hatten und damit die Fahrt blockierten. Der Zug hat jetzt bereits über zehn Stunden Verspätung.
    (dapd/jW)

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    Schottern erfolgreich: 150 Meter Gleis unbefahrbar!

    Pommoissel. Der Atommülltransport nach Gorleben kommt nur stockend voran. Wie die Kampagne »Castor Schottern« meldet, sind bei Pommoissel rund 150 Meter der Transportstrecke unbefahrbar gemacht worden. Die Aktivisten hätten trotz massiver Polizeigewalt mit Schlagstöcken und Pfefferspray ausreichend Schottersteine aus dem Gleisbett entfernt.

    Der Sprecher der Kampagne, Mischa Aschmoneit, lobte den Mut und die Entschlossenheit der Teilnehmer: »Die Polizei drischt mit ihren Schlagstöcken noch auf am Boden liegende ein – und doch gehen immer wieder Gruppen auf die Gleise und schottern.« Die Gewalt gehe jedoch einseitig von der Polizei aus. Christoph Kleine von »Castor Schottern« fügte hinzu: »Der Castor ist mit verhältnismäßigen Mitteln nicht durchsetzbar und muß umdrehen.«

    (jW)

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    Kroatische Polizisten werden im Wendland angelernt

    Dannenberg. Polizisten aus Kroatien begleiten während des Castor-Einsatzes derzeit ihre deutschen Kollegen bei deren Einsatz im Wendland. Ein solcher Austausch finde bereits seit mehreren Jahren statt, sagte Polizeisprecher Dieter Klante der Nachrichtenagentur dapd in Dannenberg. Grundlage sei der sogenannte »Sicherheitspakt Südosteuropa«. »Die Kollegen sind hier, um in Form einer Einsatzbeobachtung das Arbeiten der deutschen, der niedersächsischen Polizei anläßlich des diesjährigen Castor-Transportes zu verfolgen«, sagte Klante.
    (dapd/jW)

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    Polizei übt den Bürgerkrieg ...

    ... und die Demonstranten reagieren mit Kreativität

    "Dein Freund und Helfer" - voller Einsatz
    Der Vorteil der Demonstranten: Die Polizei kann nicht überall sein
    Von wem geht hier die Gewalt aus?
    Starke Nerven: Gleisblockierer in Harlingen, umringt von Polizei
    Lieber heute aktiv als morgen radioaktiv
    Prügelknabe im Einsatz
    Unterwegs zu den Gleisen: Castor-Gegner im Wald bei Leitstade
    Mit Strohsäcken schützen sich Demonstranten gegen Polizeiknüppel
    Friedlich, aber konsequent: Atomkraftgegner gehen nicht von selbst
    Schotterer lassen sich nicht beirren
    Vom Polizeipferd getreten: Verletzte Demonstrantin in Harlingen
    Pfefferspray: Immer in die Augen
    Ganz schön riskant: Abgeseilt bis knapp über der Hochspannungsleitung
    Ordnungshüter beim Versuch, potenzielle Gleisblockierer in den Wald zu scheuchen
    Räumpanzer von oben
    Brandherd unterm Räumpanzer
    Sitzblockade in Harlingen
  • · Nachrichten

    ... und schon wieder steht er

    Lüneburg. Der Castor-Transport mit Atommüll ist heute Mittag auf der Strecke zwischen Hannover und Lüneburg binnen einer Stunde bereits zum zweiten Mal von Atomkraftgegnern gestoppt worden. Wie ein Polizeisprecher in Lüneburg auf Anfrage bestätigte, mußte der Zug mit den elf Behältern mit hoch radioaktivem Müll auf seinem Weg in Richtung Gorleben erst in Otze vor Celle und dann erneut in Dalle etwa 30 Kilometer hinter Celle in der Gemeinde Eschede halten, weil sich Menschen auf den Gleisen befanden. Nach Angaben von Atomkraftgegnern hatten sich einige Aktivisten an den  Schienen festgekettet.
    (AFP/jW)

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    Demonstrantin durch Polizeipferd schwer verletzt

    Harlingen. Ein Pressesprecher der Polizei hat inzwischen bestätigt, daß am Vormittag eine Atomkraftgegnerin bei einem Blockadeversuch in Harlingen durch den Huftritt eines Polizeipferdes schwer verletzt wurde. Die Frau mußte mit einem Rettungshubschrauer ins Krankenhaus gebracht werden.
    (lenthe/jW)

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    Bauern blockieren die Polizei

    Harlingen/Hitzacker. Hunderte Atomkraftgegner halten immer noch im Wald bei Harlingen die Gleise der Castor-Transportstrecke besetzt. Nach Informationen des anwaltlichen Notdienstes versperren in Hitzacker Bauern mit ihren Traktoren den Anfahrtsweg der Polizeikräfte, die als Verstärkung angefordert wurden, um die Blockade aufzulösen.

    (lenthe/jW)

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    Polizeipanzer in Brand gesteckt

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    Mit Feuerwerkskörpern gegen Räumpanzer

    Hitzacker. In einem Wald bei Hitzacker ist gegen Mittag ein Polizeipanzer offenbar von Atomkraftgegnern in Brand gesteckt worden. Augenzeugen berichteten, daß Polizisten das Feuer mit Handfeuerlöschern erstickten, Verletzte habe es nicht gegeben. Der Panzer habe seine Fahrt fortsetzen können. Zugleich machten Beamte in dem Waldstück mit Schlagstöcken und Pfefferspray Jagd auf Demonstranten.
    (jW)

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    Streckensperrung bei der Bahn

    Lüneburg. Die Deutsche Bahn hat wegen des Castor-Transports vom französischen La Hague in das niedersächsische Gorleben am Sonntag kurzfristig die Strecke Hamburg - Hannover über Lüneburg und Uelzen gesperrt. Das teilte ein Bahnsprecher in Lüneburg mit. Fernzüge werden über Rotenburg/Wümme umgeleitet. Nach Angaben der Polizei steht der Castor-Zug seit etwa 12.50 Uhr bei Unterlüß zwischen Celle und Uelzen. Grund für den erneuten Stopp seien zwei angekettete Demonstranten im Gleisbett.
    (dapd/jW)

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    Sitzstreik vor dem Zwischenlager

    Gorleben. Aus Protest gegen den Castor-Transport sind hunderte Atomkraftgegner im Landkreis Lüchow-Dannenberg in einen Sitzstreik getreten. Vor dem Atommüllzwischenlager in Gorleben hätten etwa 1500 Menschen die Straße blockiert, teilte ein Polizeisprecher in Dannenberg mit.

    Der Protest sei friedlich verlaufen. Auf der Bahnstrecke zwischen Lüneburg und Dannenberg besetzten nach Angaben der Organisation Widersetzen mehrere hundert Atomkraftgegner die Gleise. Die Polizei sei »unverhältnismäßig grob vorgegangen«, sagte deren Sprecher Hauke Nissen. Ein Demonstrant sei beim Einsatz einer Polizei-Reiterstaffel durch einen Huftritt verletzt worden, ein weiterer durch Reizgas.

    (AFP/jW)

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    Mobilmachung auch gegen Castor-Transport nach Lubmin

    Lubmin. Auch in Mecklenburg-Vorpommern bereiten sich Atomkraftgegner auf massenhafte Aktionen gegen den kurz vor Weihnachten geplanten Castor-Transport von Brennelementen aus der ehemaligen Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe nach Lubmin vor. Im Unterschied zu früheren Protesten zum Beispiel bei der Überführung von Brennstäben aus dem stillgelegten Kernkraftwerk Rheinsberg (Brandenburg) im Mai 2001 rechne man diesmal mit dem bislang größten Widerstand seit Abschaltung der ostdeutschen Kernkraftwerke im Jahre 1990, sagte der Rügener Gastwirt Torsten Jelinski, der bereits Ende Oktober in Thiessow eine Demonstration von 500 Atomkraftgegnern organisiert hatte.

    Zur Zeit stimmten die ortsansässigen Initiativen zusammen mit Atomkraftgegnern aus Gorleben sowie Umweltorganisationen wie Greenpeace Aktivitäten untereinander ab, sagte Jelinski. Details nannte er nicht. Es sei jedoch mit Widerstand entlang des gesamten Bahnkorridors quer durch Mecklenburg-Vorpommern zu rechnen. An den jetzigen Protesten in Gorleben beteiligen sich mehr als 400 Atomkraftgegner aus Mecklenburg-Vorpommern, die mit acht Bussen sowie mit der Bahn ins Wendland gereist waren.

    Unterdessen wollen die Grünen in Mecklenburg-Vorpommern rechtliche Schritte gegen den kurz vor Weihnachten geplanten Castortransport nach Lubmin prüfen.
    (dapd/jW)

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    Castorzug steht wieder

    Burgdorf/Otze. Der Castor-Transport mit hochradioaktivem Atommüll aus dem französischen La Hague nach Gorleben in
    Niedersachsen ist zwischen Burgdorf und Celle zum Stehen gekommen. Ein Sprecher der Polizei in Lüneburg bestätigte,
    daß der Zug gegen 11.35 Uhr bei Otze - etwa 20 Kilometer vor Celle - seine Fahrt gestoppt hat. Als Grund nannte die Polizei
    einen »betriebstechnischen Halt«, ohne dies näher zu erläutern. Es gebe keine Hinweise auf technische Probleme. Wann die Fahrt des
    Zuges mit elf Castorbehältern fortgesetzt wird, konnte die Polizei nicht sagen.
    (dapd/jW)

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