Manuel Benedicto Lucas García soll für mindestens 31 Massaker in indigenen Dörfern in Guatemala verantwortlich sein. Trotzdem wurde der 94jährige in den Hausarrest überstellt – ein gefährlicher Präzedenzfall, erklärt Menschenrechtsanwalt Nery Rodenas.
Trotz einer Stärke von 7,4 sollen sich die Schäden in Grenzen halten. Katastrophenschutz funktionierte in Guatemala reibungslos. Dort hatte sich kurz zuvor ein weiteres Beben ereignet.
Die indigene Bevölkerung muss die gleichen Möglichkeiten bekommen, sagen Ángel Canil und Chahim Saquil von der Rigoberta-Menchú-Tum-Stiftung. Das Modell der großen Fincas aus Kolonialzeiten dürfte es heute nicht mehr geben.
Auf der am Dienstag eröffneten XXIII. Internationalen Buchmesse (Filgua) in Guatemala-Stadt sind die Maya-Q’eqchi’ und Friedensnobelpreisträgerin Rigoberta Menchú Tum die Ehrengäste. Gastland ist die BRD.
Unter dem neuen Präsidenten Abelardo de la Espriella wird sich das Land außenpolitisch den USA und Israel annähern, während im Inneren soziale Rechte beschnitten werden, befürchtet Aura Elizabeth Rodríguez Bonilla.
Um die Wiederwahl des Direktors der San-Carlos-Universität, Walter Mazariegos, sind Proteste entbrannt, denn Wahlleute des oppositionellen Kandidaten wurden ausgeschlossen. Die Hochschule ist außergewöhnlich einflussreich in dem Land.
Der Partido Comunista feiert 100jähriges Bestehen und ist in den Bewegungen der Arbeiter, Kleinbauern, Indigenen und Studenten aktiv, sagt Generalsekretär Winston Alarcón Elizalde.
Honduras: Das Gesetz zu »Stärkung und Schutz« der Landwirtschaft der Regierung von Präsident Nasry Asfura soll die Bewegung landloser Landarbeiter und Bauern in kürzester Zeit von Ländereien der Großagrarier vertreiben.
Proteste stoppen vorübergehend den Bau der GPO-Produktionsanlage Topolobampo im mexikanischen Bundestaat Sinaloa. Die deutsch-schweizerische Proman AG will ihre Jahresproduktion mit Hilfe des Werks auf 2,8 Millionen Tonnen erhöhen.
Arbeit geht trotz Protesten weiter: Von indigenen Autoritäten wird vor Verletzungen der kollektiven Rechte, erneuten Drohungen sowie sozialen und Umweltauswirkungen durch die Wiederaufnahme des Betriebes gewarnt.
Die sozialdemokratische Regierung hat auf Druck Washingtons Anfang des Jahres die Verträge mit der kubanischen Medizinbrigade beendet. In den armen Regionen gibt es keinen Ersatz für die Ärzte.