Um sich als Mensch zur synästhetischen Wahrheit hin zu emanzipieren, sollten Sie Ihr Feierabendmahl selbst kochen. Das folgende Rezept ist extrem lecker und kommt mit nur wenigen Zutaten aus.
Sehr geehrte Damen und Herren, die Tageszeitung junge Welt verleiht den »Internationalen Preis des kulinarischen Friedens«, dotiert mit 100.000 Euro, an Maximilian Schäffer.
Ein Regisseur aus Prag staunte nicht schlecht, als er das längliche Ding mit sechs runden Aussparungen und einem einzigen Schalter drauf auf meiner Küchenzeile sah. Ein Messbecher mit einem spitzen Metalldorn auf der Unterseite daneben. »Was ist das denn?«
Der Himmel bricht auf, gleißendes Licht. Es steigt ein Engel mit kantigem Kiefer herab. In seiner linken Hand ein Fußball, in seiner rechten eine Deutschland-Fahne. Seine strahlenden Zähne blenden die verängstigten Menschen.
Dass es so was überhaupt gibt. Und dass es tatsächlich und immer noch aufgeführt wird. Karl-Heinz Stockhausen hat 26 Jahre, von 1977 bis 2003, an seinem Opernzyklus »Licht« komponiert. 29 Stunden lang, ein wagnerianisches, transzendentales Gesamtkunstwerk.
Von Zuversicht berauscht öffnete ich die Fenster, atmete Blutluft und fand im Urgrund meiner Nationalseele das folgende Rezept, einen österreichischen Faschiertenlaib mit Königsberger Soße.
Sie brauchen mindestens vier Stunden Zeit und je nach Angebot um die 100 Euro im Geldbeutel. Herzstück der Füllung ist ein schönes Stück Rinderfilet, das gut 1-1,2 Kilo wiegen sollte.
Ilsebill erinnerte sich an einen Schulausflug in die Kantine im Bauhaus Dessau. Milchreis mit Knacker, das war hierzulande doch gute Tradition. An diese einmalige kulinarische Erfahrung mitten im Weltkulturerbe musste sie bis heute denken.
Arm, aber sexy: Sicher ist »Für immer 16« von Brezel Göring auch ein Film für und über Françoise Cactus, die 2021 viel zu früh verstorbene Sängerin der Berliner Band Stereo Total.
Zwei deutsche Filmstudenten, Peter Braatz und Frank Behnke dokumentierten 1985 mit einer Super-8-Kamera die Dreharbeiten zu »Blue Velvet«. Aus dem Material entstand 2016 eine »Behind The Scenes Meditation« namens »Blue Velvet Revisited«.
Flüchtige Pläne halten ihn vom Supermarkt fern. Er instruiert ihn: »Zwei Bund Frühlingszwiebeln und zwei Kabeljaufilets«. Menschen sind oft hilflos, sie können nicht einkaufen.
Narrisch freue ich mich, dass es wieder ein »Wetten, dass …?« geben wird! Und noch dazu vorm Nikolausi. Und noch dazu in Halle an der Saale, heimatmoderiert von den Kaulitz-Zwillingen, die mittlerweile ausschauen wie die Wirtsleute vom »Goldenen Posthorn« in Köthen.