Ob es in dieser Tarifrunde der mobilisierten Basis gelingt, eine selbständig handelnde Bewegung zu werden, ist offen. Die wichtigen Signale kämen von Belegschaften, die über Werksgrenzen hinweg Streiks organisieren – notfalls ohne grünes Licht des Apparats.
Die IG Metall mobilisiert zum Aktionstag für die Beschäftigten der Autoindustrie am 21. September. Wichtiger als dieser ist, wer danach den Kurs bestimmt. Und wer über den Zusammenhang von Sozialkahlschlag und Kriegsvorbereitungen spricht.
Die IG-Metall-Vorsitzende Christiane Benner bietet Zugeständnisse an, lange bevor die Gewerkschaft ihre Tarifforderung beschließt. Eine Beschäftigtenbefragung ergibt dementsprechend eine »moderate« Entgeltforderung.
Das zum Abschuss freigegebene VW-Werk in Osnabrück soll auf Produktion von Rüstungsgütern für die israelische Waffenschmiede Rafael umsatteln. Gewerkschaft und Land jubeln, obwohl sozial-ökologische Transformation weitaus zukunftsträchtiger ist als Kriegsproduktion.
Die Geschichte des KPD-Verbots beginnt nicht mit dem Antrag der Adenauer-Regierung am 22. November 1951, und sie endet nicht mit dem Urteil am 17. August 1956. Karlsruhe verlieh einer ohnehin laufenden Entwicklung verfassungsrechtliche Verbindlichkeit.
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