Wenn dieser Martin Iaies alles daran gesetzt hätte, ein As an der elektrischen Gitarre zu werden, wäre er nicht dahin gelangt, wo er heute steht: am Dirigentenpult vor einem fabelhaften kleinen Orchester, das ganz nach seiner Pfeife tanzt.
Im Klangbild von Sullivan Fortner, dem Bassisten Tyrone Allen II und dem Schlagzeuger Kayvon Gordon wechseln die musikalischen Konsistenzen und Geschmacksnoten in einem fort. Die hervorragend eingespielte Band geht fast immer aufs Ganze.
Von Diana Krall bis Lizz Wright, von Holly Cole bis Norah Jones – die hoch gehandelten Sängerinnen in den Gefilden des Pop-Jazz geben sich gern divenhaft. Nicht so Lisa Wahlandt. Aktuell macht sie sich alte Hits in neuem Gewand zu eigen.
Darf man vorstellen? Nebst Ralph Alessi, der für die elf Stücke auf »A Sun That Never Sets« auch als Komponist verantwortlich zeichnet, sind das Matt Mitchell am Klavier, John Hébert am Bass, Ches Smith am Schlagzeug und erstmals Alessis Bruder Joseph an der Posaune.
Wenn es um zeitgenössischen Jazz geht, der sich weit aus dem Fenster lehnt, so ist Steve Swallow eine seiner Galionsfiguren. Und ein Garant dafür, dass auch Verwegenes gelingt.
Dieser Mann braucht nur den Mund aufzumachen, und schon klingt es herrlich ungehobelt. Mit so einer Stimme kann einer praktisch nur Rocksänger werden: Jason Riccis Bluesrockeskapaden »13 Hours«.
Dieses laute, aber immer auch lautmalerische, geheimnisvoll treibende und ziemlich flippige Rockjazz-Zeug – wer hat’s erfunden? Die Jungs von OM natürlich, der Band aus Luzern in der Zentralschweiz.
Der Titel »Saxophone Colossus« gebührt auf immer und ewig dem gerade erst mit 95 Jahren verstorbenen Sonny Rollins. Zur Riege der Giganten auf dem Tenorsaxophon zählt aber auch Joe Lovano schon lange.
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»Hörst du wieder Kiffermusik?« Das will die Dame des Hauses zwar gar nicht genauer wissen, aber doch wenigstens angemerkt haben. Aus Versehen gehört hat sie: Neue Alben des Berliners Gebhard Ullmann.