34 Aufnahmen als Leader oder Co-Leader hat Samuel Blaser schon auf dem Buckel, doch nie und nirgends war mir dieser Posaunist Baujahr 1981 bisher untergekommen – man kann seine Ohren in den unermesslichen Weiten der Jazzmusik eben nicht überall haben.
Abo
Ist nun auch Jochen Schimmang unter die Schwimmbadliteraten gegangen? »Die Versehrten springen nicht vom Zehner« heißt sein neues Buch. Entwarnung: Auf dem Cover ist kein Sprungturm, kein Becken, ja noch nicht einmal eine Badehose mit aufgenähtem Seepferdchen zu sehen.
Nellie Hächler verliest – zum Singen versteigt sie sich gar nicht erst – kurze eigene Texte: Alltagspoesie, naturbelassene spätpubertäre Erkenntnisse, leicht verspulte Bagatellen und so fort. Dazu bläst Papa Nils Wogram mal die Posaune, mal die Melodica.
Favatas »Atlantico«-Ensemble formierte sich um die Jahrtausendwende, nachdem der Saxophonist bereits viel Erfahrung mit Fusionen aus sardischer Volksmusik und Jazz gesammelt hatte.
Geachtet und gemocht auch von anderen Verlegern, von Autoren der Konkurrenz und von staunenden Kritikern war Antje Kunstmann über Jahrzehnte eine unverzichtbare Figur in der Buchbranche, diesem kuriosen Betrieb im Geschiebe zwischen Geist, Geld und Glücksversprechen.
Wenn dieser Martin Iaies alles daran gesetzt hätte, ein As an der elektrischen Gitarre zu werden, wäre er nicht dahin gelangt, wo er heute steht: am Dirigentenpult vor einem fabelhaften kleinen Orchester, das ganz nach seiner Pfeife tanzt.
Im Klangbild von Sullivan Fortner, dem Bassisten Tyrone Allen II und dem Schlagzeuger Kayvon Gordon wechseln die musikalischen Konsistenzen und Geschmacksnoten in einem fort. Die hervorragend eingespielte Band geht fast immer aufs Ganze.
Von Diana Krall bis Lizz Wright, von Holly Cole bis Norah Jones – die hoch gehandelten Sängerinnen in den Gefilden des Pop-Jazz geben sich gern divenhaft. Nicht so Lisa Wahlandt. Aktuell macht sie sich alte Hits in neuem Gewand zu eigen.
Darf man vorstellen? Nebst Ralph Alessi, der für die elf Stücke auf »A Sun That Never Sets« auch als Komponist verantwortlich zeichnet, sind das Matt Mitchell am Klavier, John Hébert am Bass, Ches Smith am Schlagzeug und erstmals Alessis Bruder Joseph an der Posaune.
Abo
Wenn es um zeitgenössischen Jazz geht, der sich weit aus dem Fenster lehnt, so ist Steve Swallow eine seiner Galionsfiguren. Und ein Garant dafür, dass auch Verwegenes gelingt.
Abo
Dieser Mann braucht nur den Mund aufzumachen, und schon klingt es herrlich ungehobelt. Mit so einer Stimme kann einer praktisch nur Rocksänger werden: Jason Riccis Bluesrockeskapaden »13 Hours«.
Abo
Dieses laute, aber immer auch lautmalerische, geheimnisvoll treibende und ziemlich flippige Rockjazz-Zeug – wer hat’s erfunden? Die Jungs von OM natürlich, der Band aus Luzern in der Zentralschweiz.