Ende Oktober sollen in der ganzen BRD Jugendproteste gegen die Aufrüstung und für ein besseres Bildungssystem stattfinden. Politiker und Polizeifunktionäre schüren schon eifrig die Ängste vor Plünderungen, militanten »Krawallmigranten« und »französischen Verhältnissen«.
Der Staatsbesuch des mongolischen Präsidenten in Berlin soll die »strategische Partnerschaft« von 2024 festigen. Deutsche Firmen erwarten mehr Sicherheit für ihre Geschäfte in dem von Russland und China umschlossenen, aber äußerst rohstoffreichen Binnenstaat.
Die Nachfahren der Opfer des ersten deutschen Genozids in der einstigen Kolonie Deutsch-Südwestafrika fordern von der Bundesregierung die vollumfängliche Anerkennung deutscher Schuld. Die Denkmale der mörderischen deutschen »Schutztruppe« werden in Namibia bis heute gepflegt.
In der BRD sind mehrere türkische Staatsbürger festgenommen worden. Ihnen wird ein Brandanschlag auf eine »Starlink«-Station in Polen vorgeworfen. Und obwohl sich die Ermittlungen den Angaben zufolge noch »in einer sehr frühen Phase« befinden, wird umgehend Moskau beschuldigt.
Während die Kriegsgefahr in Europa drastisch wächst, beginnt an diesem Dienstag das NATO-Nuklearwaffenmanöver »Steadfast Noon«. Deutsche Piloten trainieren dabei den Abwurf von US-Atombomben über »Feindesland«. Offiziell richtet sich die Übung nicht gegen Russland.
In Hamburg muss sich ab Mittwoch der Ukrainer Sergeij K. vor Gericht verantworten. Ihm wird eine Beteiligung an dem Anschlag auf die Ostseegasleitungen im September 2022 vorgeworfen. Dabei ist eine US-Täterschaft weiterhin die wahrscheinlichste Erklärung.
Die Festnahme des ehemaligen BND-Chefs Hanning wegen möglicher Agententätigkeit kommt zu einem ungünstigen Zeitpunkt, findet die deutsche Presse. Das gerade erst gestiegene Ansehen der Geheimdienste sei schon wieder bedroht. Auch in London und Moskau schaut man genau hin.
Der ehemalige Präsident des BND, August Hanning, ist festgenommen worden. Die Generalstaatsanwaltschaft ermittelt wegen der Weitergabe von Geheiminformationen an einen nicht genannten ausländischen Dienst. Hannings Verbindungen zu israelischen Topagenten sind gut dokumentiert.
Die jährlich veranstaltete öffentliche Anhörung der Geheimdienstchefs vor dem »Kontrollgremium« des Bundestags ist stets eine Propagandashow. Doch die Äußerungen des BND-Präsidenten waren dieses Mal noch extremer als in der Vergangenheit.
Kasachstans Präsident Tokajew preist bei seinem Staatsbesuch in der deutschen Hauptstadt den Rohstoffreichtum seines Landes an. Deutsche Konzerne wollen ihre Geschäfte in Zentralasien ausweiten – in scharfer Konkurrenz zu Russland, China, den USA und weiteren Staaten.
Nach dem kurzen Zusammentreffen von BRD-Außenminister Wadephul mit seinem russischen Amtskollegen Lawrow in New York gibt es sowohl Kritik als auch Lob. Die Bedeutung des »Gesprächs« wird dabei zum Teil überschätzt. Vielmehr dürften innenpoltische Motive eine Rolle spielen.
Press Service of the Ministry of Foreign Affairs of Ukraine/Handout via REUTERS
Wie sich doch die Zeiten gewendet haben: Im Jahre 2026 kann der Außenminister der BRD ganz ungeniert in der Öffentlichkeit als Vertreter deutscher Waffenschmieden auftreten – und keinen stört’s. Früher haben zurückhaltendere Äußerungen noch Bundespräsidenten zu Fall gebracht.