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Geplant: Museum über Holocaust

Die Stiftung Deutsches Holocaust-Museum plant ein »Dokumentationszentrum zur Geschichte der NS-Diktatur«. Nachdem der Versuch, ein deutsches Holocaust-Museum auf staatlicher Grundlage zu errichten, vergeblich gewesen sei, strebe die Stiftung die privatrechtliche Gründung eines solchen Hauses an, teilte der Vorsitzende Hans-Jürgen Häßler in Hannover mit. Nach Ansicht der Organisatoren fehle in Deutschland noch immer eine umfassende Gesamtdarstellung des deutschen Faschismus. Im Gegensatz zu den Gedenkstätten soll das Museum ein Ort wissenschaftlicher und didaktischer Auseinandersetzung mit der Nazi-Zeit werden. Im Mittelpunkt stehe die Vermittlung von Fakten, politischen Hintergrundinformationen und Zusammenhängen. Geplant ist eine Einteilung in elf Themenkreise. Dazu gehören der Ursprung des Nationalsozialismus, die deutsche Besatzungsherrschaft in Europa, das System des Holocaust, die Verfolgten und Ermordeten, die Täter und Helfer sowie die Folgen des Holocaust für die Überlebenden. Das Museum könnte eventuell in Leipzig realisiert werden. Dort bestehe »ein grundsätzliches Interesse«. Eine privatrechtliche Gründung des Museums bedeute jedoch, daß entsprechende Mittel von Sponsoren bereit gestellt werden müssten. (ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 31.03.2006, Seite 13, Feuilleton

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