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Nachschlag: Erklärungsbedürftig

→ Stochastischer Terrorismus. Di., 8.37 Uhr, DLF

Foto: Florian Boillot
Dass der islamistische Anschlag auf den CSD vor allem den Ultrarechten nützt, stand schon vorher fest

Nach dem Anschlag auf den Christopher Street Day wird nun auch darauf hingewiesen, dass solche Anschläge auffallend häufig vor Wahlen stattfinden. Der Deutschlandfunk fand seine Antwort in der Extremismusforschung, die von »stochastischem Terrorismus« spricht. Nicht nur die Tat selbst werde demnach als Terrorismus eingestuft, sondern auch die gezielte Verbreitung von Hass im Netz im Vorfeld. Dadurch werde die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass jemand einen Anschlag verübt. »Eine hundertprozentige Intention, bitte genau diesen Anschlag zu verüben«, lasse sich aber aufgrund »der in letzter Zeit vermehrt verbreiteten Hetze gegen die LGBTIQ-Community nicht ausmachen«. Eine Koordinierung von dschihadistischen Gruppen in Richtung LGBTIQ sei festzustellen. Ein infolge eines dschihadistischen Anschlags wahrscheinlicherer Wahlsieg der AfD könnte Islamisten trotzdem nutzen. Denn wie die Rechten profitierten sie von Spaltung. Also nicht die Frage nach gezielter Kontaktaufnahme durch wen und wozu dient hier der Erklärung, sondern die Stimmung im Netz. (sk)

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Erschienen in der Ausgabe vom 29.07.2026, Seite 14, Feuilleton

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