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Gewerkschaften mit Aktionstagen gegen Sozialabbau und Jobvernichtung

Foto: Chempic/imago
VW-Beschäftigte protestieren gegen Abbaupläne (Chemnitz, 9.7.2026)

Die IG Metall ruft für den 21. September die Beschäftigten der Autoindustrie zu einem bundesweiten Aktionstag auf:

Am 21. September werden die Beschäftigten der Automobilindustrie ein deutliches Zeichen setzen – bundesweit bei unzähligen betrieblichen Aktionen, bei unzähligen Zulieferbetrieben und Herstellern. Nicht länger werden sie sich zu Sündenböcken machen lassen für eine Krise, die sie nicht verursacht haben. Nicht länger werden sie die Zeche für Managementfehler und die Folgen geopolitischer Konflikte zahlen. (…)

Die Beschäftigten sollen mehr arbeiten, weniger verdienen oder gar ihren Job verlieren, während die Unternehmen Milliarden an Aktionäre auszahlen. Verlagerung, Arbeitsplatzabbau und Werksschließungen stehen in ganz Deutschland auf dem Programm. Allein letztes Jahr haben die Konzernbosse über 50.000 Jobs in der Automobilindustrie vernichtet. Die Firmenchefs sind dabei, Deutschlands wichtigsten Wirtschaftszweig und zentralen Pfeiler für Wohlstand in die Bedeutungslosigkeit zu führen und abzuwirtschaften. Es droht der Totalschaden der Traditionsbranche. Dabei ist doch klar: Aus der Krise und zu mehr Wettbewerbsfähigkeit kommt die Branche nicht durch ein Sparprogramm, sondern nur durch Investitionen und Innovationen.

Die Krise der deutschen Automobilindustrie ist zu großen Teilen hausgemacht, weil die Vorstände der Autokonzerne reihenweise falsche Entscheidungen getroffen haben: Zu spät wurden kleine erschwingliche Modelle angeboten. Bei Digitalisierung und Batterien wurden wichtige Entwicklungen verschlafen. Investitionen in Zukunftstechnologien und Standorte wurden vernachlässigt.

Deswegen heißt es jetzt für die Beschäftigten: Widerstand. (…) Sie fordern: Es braucht Investitionen in zukunftsfähige Produkte, Qualifizierung und sichere Standorte – nicht nur kurzfristige Kostensenkung. (…)

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und seine Mitgliedsgewerkschaften rufen für den 26. September zu einem bundesweiten Aktionstag auf:

Wir, die Beschäftigten, haben unsere Löhne hart verdient und unsere Rechte erkämpft. Der Sozialstaat ist kein Geschenk der Politik oder der Arbeitgeber. Gute und sichere Arbeit, eine bestmögliche Gesundheitsversorgung und ein verlässliches Alterseinkommen sind nicht verhandelbar. (…)

Wir stehen auf gegen eine Politik, die Leistungen kürzt und Arbeitsrechte beschneidet!

Mach dich stark mit uns – für Wachstum und Investitionen

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    Für eine aktive Industrie-, Dienstleistungs-, Handwerks- und Innovationspolitik, die Arbeitsplätze und Standorte sichert!

  • Für mehr Investitionen in eine zukunftsfähige Infrastruktur durch mehr Steuern auf hohe Vermögen!

Mach dich stark mit uns – für gute, tarifgebundene und gesunde Arbeit

  • Für verlässliche Arbeitszeiten: Hände weg vom Arbeitszeitgesetz!

  • Für die Abschaffung von sachgrundlosen Befristungen und Kettenverträgen!

  • Für Vertrauen statt Unterstellungen: Keine Zwangskrankschreibung am 1. Tag!

Mach dich stark mit uns – für eine leistungsfähige und bezahlbare Gesundheitsversorgung und Pflege

  • Für eine gerechte Finanzierung, zu der alle ihren Beitrag leisten!

  • Für Tarifentlohnung in der Pflege, die vollständig refinanziert wird!

  • Für eine flächendeckende Gesundheitsversorgung im Land!

Mach dich stark mit uns – für eine Rente, die zum Leben reicht

  • Für die abschlagsfreie Rente für langjährig Versicherte und die Blockaltersteilzeit! 45 Jahre sind genug!

  • Für ein Renteneintrittsalter, das die Beschäftigten auch gesund erreichen können!

  • Für gute und fair finanzierte Betriebsrenten für alle! (…)

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Erschienen in der Ausgabe vom 26.08.2026, Seite 3, Abgeschrieben

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