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Palästina

US-Demokrat bedrängt

Westbank: Bewaffnete Siedler gehen Politiker an

Foto: Cameron Kasky via AP
Rechtsfreier Raum für radikale Siedler: Der Überfall, von Cameron Kasky festgehalten (8.7.2026)

Sein Ziel war, sich einen unverfälschten Einblick in die menschlichen Folgen der israelischen Besatzung im Westjordanland zu verschaffen – und den hat er bekommen. Der US-Abgeordnete der Demokraten, Ro Khanna, wurde bei seinem Besuch des palästinensischen Dorfes Turmus Ajja von Siedlern festgehalten und schikaniert, die zudem mit in den USA hergestellten Gewehren bewaffnet waren.

Der Kleinbus seiner Gruppe sei am Mittwoch von Siedlern mit M4-Gewehren umzingelt worden, erzählte Khanna im Gespräch mit Reuters, von dem die Agentur am Sonnabend berichtete. »Wir waren in einem Dorf, das israelische Siedler zerstört hatten – sie hatten die Schule zerstört, sie hatten das Dorf zerstört, und wir haben uns das einfach nur angesehen.« Dann seien »diese Schläger mit Maschinengewehren« gekommen und hätten sie festgenommen. »Sie sperren die Straße ab. Und dann rufen sie die IDF an, und die IDF steht auf ihrer Seite, nicht auf der Seite der Amerikaner«, sagte Khanna in bezug auf das israelische Militär.

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Ein Mitarbeiter von Khanna, der zur Gruppe gehörte, Cameron Kasky, sagte, sie seien über eine Stunde lang festgehalten worden und hätten die US-Botschaft in Jerusalem um Hilfe gebeten. Eine Gruppe von Beamten, die offenbar zur Polizei gehörten, habe schließlich eingegriffen, was zu ihrer Freilassung geführt habe, so Kasky. Das israelische Militär teilte mit, dass Soldaten und Polizeibeamte eingegriffen hätten, nachdem sie einen Bericht erhalten hatten, wonach Siedler Fahrzeuge blockierten. »Bei ihrer Ankunft zerstreuten die Soldaten die israelischen Zivilisten und ermöglichten den Fahrzeugen, ihre Fahrt fortzusetzen«, erklärte das Militär.

Mit Blick auf die Führungsspitze seiner Partei, konstatierte Khanna resigniert: »Wenn man nicht bereit ist, sich für die Menschenrechte der Palästinenser einzusetzen, wenn man nicht bereit ist, sich gegen den Völkermord in Gaza und die Apartheid im Westjordanland auszusprechen, dann ist man moralisch kompromittiert.« (Reuters/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 13.07.2026, Seite 6, Ausland

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