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Chronik

Anno ... 27. Woche

1526, 2. Juli: Die Belagerung von Radstadt im Salzburger Land durch aufständische Bauern unter Führung von Michael Gaismair, der noch im Mai eine Tiroler Landesordnung für einen christlich-demokratischen Bauernstaat entworfen hatte, scheitert. Den Revolutionären gelingt die Flucht vor einem Entsatzheer nach Venedig, wo sie geschlossen in den Dienst der dortigen Republik treten. Der Tiroler Bauernkrieg ist damit beendet.

1776, 4. Juli: Die 13 britischen Kolonien Nordamerikas erklären ihre Loslösung von Großbritannien und die Bildung eines souveränen Staatenbundes. Der in Philadelphia tagende Zweite Kontinentalkongress verabschiedet die im wesentlichen von Thomas Jefferson formulierte amerikanische Unabhängigkeitserklärung. Seit 1938 ist der 4. Juli gesetzlicher Feiertag in den USA.

1866, 3. Juli: Nahe der böhmischen Stadt Königgrätz schlägt die preußische Armee das Heer der Österreicher und Sachsen. Es ist die erste Schlacht der Geschichte, bei der Truppenkontingente per Eisenbahn zur Schlacht gebracht werden. Es ist zugleich die Entscheidungsschlacht im sogenannten Deutschen Krieg, die Gründung eines deutschen Nationalstaates unter preußischer Führung zeichnet sich ab.

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1916, 1. Juli: Im Norden Frankreichs beginnt die Schlacht an dem Fluss Somme. Die Offensive der westlichen Alliierten gegen die deutschen Stellungen wird im November ergebnislos abgebrochen. Für die Briten wird der erste Tag der verlustreichste ihrer Militärgeschichte: Bei dem sinnlosen Anrennen auf die gegnerischen Stellungen sterben 20.000 Briten. Insgesamt sterben im Verlauf der Offensive rund eine Million Menschen.

1926, 3./4. Juli: In Weimar findet der zweite Parteitag der NSDAP statt. Die Partei wird bedingungslos auf Adolf Hitler, der zu der Zeit in Bayern noch Redeverbot hat, ausgerichtet. So wird beispielsweise die bestehende Nachwuchsorganisation »Großdeutsche Jugendbewegung« in »Hitlerjugend« umbenannt. Außerdem wird der »Hitlergruß« bzw. »Deutsche Gruß« fest etabliert. Erst ab 1927 finden die Parteitage immer in Nürnberg statt.

1946, 29. Juni: Die britische Mandatsregierung für Palästina führt eine Polizei- und Militäraktion gegen mehrere zionistische Organisationen, darunter die Terrororganisationen Lechi, Hagana und Irgun, durch. Die »Operation Agatha« ist eine Reaktion auf eine Anschlagserie und die Entführung britischer Offiziere durch die Lechi. Mit geschätzt zwischen 10.000 und 25.000 Polizisten und Soldaten werden Razzien durchgeführt. Letztlich erweist sich die Aktion aber als Fehlschlag.

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Erschienen in der Ausgabe vom 27.06.2026, Seite 15, Geschichte

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