19.06.2026
Klassik
Melancholie und Schrecken
Neueinspielungen von Kammersinfonien Mieczysław Weinbergs
Von Kai Köhler
In Mieczysław Weinbergs eher sprödem Spätwerk nehmen seine unmittelbar zugänglichen Kammersinfonien eine Sonderstellung ein. Der Grund ist einfach: Es handelt sich um Bearbeitungen sehr viel früher entstandener Streichquartette. Das im Winter 1939/40 komponierte 2. Quartett, Grundlage der 1. Kammersinfonie von 1986, klingt stellenweise heiter und lässt kaum vermuten, was Weinberg unmittelbar zuvor hatte erleben müssen: Als Jude war er vor den Nazis aus Warschau gefl...
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