- → Ausland
Drohungen werden lauter
Wiederaufnahme von US-Krieg gegen Iran rückt näher
Der Iran hat am Mittwoch auf neue Drohungen von US-Präsident Donald Trump reagiert und erklärt, den Krieg über den Nahen Osten hinaus auszuweiten, sollten die USA erneut angreifen. Trump hatte zuvor am Dienstag kundgetan: »Ich war nur eine Stunde davon entfernt, mich heute dazu zu entschließen«, wie er gegenüber Reportern im Weißen Haus sagte. Aber er habe eine neue Angriffswelle in letzter Minute abgesagt, um mehr Raum für Diplomatie zu schaffen. Weiter behauptete er erneut, die iranische Führung bäte um einen Deal, doch sollte keine Einigung erzielt werden, werde es in den kommenden Tagen zu einem neuen US-Angriff kommen. »Nun, ich meine, ich sage zwei oder drei Tage, vielleicht Freitag, Sonnabend, Sonntag, irgend etwas, vielleicht Anfang nächster Woche, ein begrenzter Zeitraum, denn wir können nicht zulassen, dass sie eine neue Atomwaffe bekommen.«
»Sollte es erneut zu Aggressionen gegen den Iran kommen, wird sich der angekündigte regionale Krieg dieses Mal über die Region hinaus ausweiten«, erklärte das Korps der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) in einer von den staatlichen Medien verbreiteten Stellungnahme. Zudem wurde bekanntgegeben, dass in den letzten 24 Stunden 26 Schiffe, darunter Öltanker, die Straße von Hormus passiert hätten, nachdem sie die Genehmigung der Marine des IRGC erhalten hatten. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim meldete unterdessen, dass der pakistanische Innenminister in Teheran eingetroffen sei. Pakistan war im vergangenen Monat Gastgeber der einzigen Runde von Friedensgesprächen und fungiert seitdem als Vermittler zwischen den beiden Seiten.
Derweil verteidigte der Chef des US-Zentralkommandos, Admiral Brad Cooper, am Dienstag einen Raketenangriff vom 28. Februar, bei dem eine Grundschule im Iran getroffen und 168 Kinder getötet wurden. Vor dem Ausschuss für Streitkräfte erklärte Cooper, die Untersuchungen seien noch im Gange, da die Operation »komplexer als ein durchschnittlicher Angriff« gewesen sei, und fügte hinzu, die Schule habe sich »auf einem aktiven Marschflugkörperstützpunkt der IRGC befunden«. Der Sprecher des iranischen Außenministeriums Esmail Baghaei wies diese Aussage am Mittwoch auf seinem X-Account als »haltlose Erfindung« und »entsetzliche Lüge« zurück und erklärte, der grausame Angriff stelle ein eindeutiges Kriegsverbrechen dar.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 1,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat im Juli 2024 in der ersten Instanz entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jährlichen Verfassungsschutzberichten erwähnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden. Seit vielen Monaten warten Verlag und Redaktion inzwischen auf eine Entscheidung des Gerichtes, ob eine Revision möglich oder gleich ein Gang vor das oberste Gericht nötig ist.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
