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Nachschlag: Kriegspropaganda reloaded

Wehrdienst reloaded | ARD-Mediathek

Foto: WDR/Katharina Meirich
Kriegsdienst ist Matsch

Hip, jung und fortschrittlich: So gibt sich das Y-Kollektiv, ein Youtube-Kanal der ARD. Krieg muss auch hip und jung sein, ist es doch die Jugend, die als Kanonenfutter an die Front geschickt werden soll. Die neu veröffentlichte Videoreportage des sogenannten Kollektivs »Wehrdienst reloaded. Schöne, neue Bundeswehr?« ist nichts anderes als Kriegspropaganda. Der Zwangsdienst soll schmackhaft gemacht werden. Das Filmchen zeigt die Grundausbildung und beginnt mit der Ankleide. Die Uniform sei zwar nicht stylisch, aber eine gewisse Zeit bei der Bundeswehr mache sich gut im Lebenslauf. 2.600 Euro brutto, Führerschein und kostenloses Bahnfahren inklusive. Beim Töten und Sterben für deutsches Kapital veggie sein? Kein Problem! Mittlerweile gibt es vegetarische Alternativen bei der Bundeswehr. Zum Ende des Propagandafilmchens wird noch schön Krieg gespielt. Sterben tut aber niemand in der Grundausbildung, sondern an der Front. Das spielt im gesamten Film keine Rolle. Kriegsverbrechen der BRD ebenso wenig. (osa)

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Erschienen in der Ausgabe vom 21.04.2026, Seite 14, Feuilleton

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