»Ich bin ja nicht mehr im FDJ-Alter«
Interview: Frank Schumann
Nachträglich zwei Mal herzlichen Glückwunsch: zum 89. Geburtstag und zum 80. Geburtstag der FDJ. Und alles im März.
Danke.
Der eigene Geburtstag war vermutlich etwas ruhiger als das Jubiläum des Jugendverbandes.
Das trifft zu, wobei das »Freundschaftstreffen« in Berlin – so hatten die Organisatoren die Feier im ehemaligen Jugendtouristenhotel gegenüber dem Tierpark bescheiden genannt – auch nicht besonders laut war. Deshalb hat die hauptstädtische Presse das Ereignis wohl auch nicht wahrgenommen.
Die Feier soll auch sonst ziemlich unorthodox gewesen sein: ein Redner, zwei Sänger, drei Stunden Wiedersehensfreude, und statt Wodka gab es Woda und die Bouletten waren vegan …
(lacht) Stimmt alles. Im Mittelpunkt standen die Gespräche über damals und heute. So oft sieht man sich nicht, zudem haben sich die Reihen im Laufe der Jahre gelichtet, obgleich Klaus Eichler, einst Generaldirektor des FDJ-Reisebüros »Jugendtourist« und letzter Präsident des Deutschen Turn- und Sportbundes (DTSB), bei der Eröffnung Vertreter aus allen Bezirksorganisationen, vom Amt für Jugendfragen bei der Regierung, von der Trasse und der Wismut, aus den bewaffneten Organen, von Jugendobjekten und dem FDJ-Verlag Junge Welt willkommen hieß. Auch zwei ehemalige stellvertretende Chefredakteure des einstigen FDJ-Zentralorgans waren da. Nebenbei: Die Jugend in der DDR hatte mit der Jungen Welt eine eigene Tageszeitung, die kostete im Monatsabo 2,70 Mark. Sie war zudem die auflagenstärkste in der Republik, am Ende waren es täglich 1,6 Millionen Exemplare.
Die einzige Rede hielt der FDJ-Chef von 1974 bis 1983, nämlich Sie.
Das hatten sich die Organisatoren so gewünscht. Denn alle Vorgänger sind bereits verstorben: Erich Honecker 1994, Karl Namokel 1988, Horst Schumann 1993 und Günther Jahn 2015.
Sie hatten aber auch Nachfolger.
Ja, von ihnen habe ich leider lange nichts gehört.
Umso mehr von Hartmut König und Tino Eisbrenner. Die beiden Sänger bestritten ein gleichermaßen anrührendes wie kämpferisches Programm mit Friedens- und Antikriegsliedern, leitmotivisch für jenen Tag wie für alle Tage der Vers aus Königs »Warum ich nun mal Ossi bin«: »Was unser Staat war, ist perdu. / Doch will er längst nicht sterben. / Denn was wir einmal hingestellt, / das fällt nicht einfach aus der Welt. / Da ist etwas zu erben. / Warum ich nun mal Ossi bin? / Ich hatte einfach Glück. / Die Zeit war meine Lehrerin. / Und fragst du mich nach Lebenssinn, / dann kämpfe ich dort, wo ich bin. / Dann kämpfe ich dort, wo ich bin / und schaue gern zurück.« – Das hat was von Luthers Trotz und Selbstbewusstsein auf dem Reichstag zu Worms: Hier stehe ich, ich kann nicht anders …
Toll, nicht wahr? Ich finde, Hartmut wird immer besser, je älter er wird. Im nächsten Jahr wird er übrigens auch schon 80. Kurz und gut, ich fand die Begegnung mit – im zweifachen Sinne – alten Weggefährten sehr anregend und erfrischend, wenngleich über solchen Treffen immer auch ein wenig Melancholie, ein Hauch von Abschied schwebt: Wer ist beim nächsten Mal noch dabei? Wird es überhaupt ein nächstes Mal geben angesichts der vielen globalen Krisen und der selbstmörderischen Kriege, in die der Imperialismus die Völker treibt? Wir sehen doch alle das Damoklesschwert, das über der Menschheit schwebt.
Angesichts der Lage, in der wir uns befinden, verstehe ich Ihr couragiertes öffentliches Engagement.
Ja, auch wenn es zunehmend schwerer fällt, ich bin ja nicht mehr im FDJ-Alter. Im Februar war ich in Marburg und Gießen, weil in Hessen Kommunalwahlen stattfanden. Man hatte mich eingeladen, um über die Erfahrungen aus der DDR zu berichten, über Gutes und weniger Gutes, was richtig und was falsch gelaufen ist. Einige Teilnehmer dort gehörten bis zum Verbot 1951 auch zur FDJ. Sie konnten sich noch erinnern, wie die westdeutsche Polizei den FDJler Philipp Müller in Essen bei einer Demonstration gegen die Wiederaufrüstung am 11. Mai 1952 erschoss. Er war der erste tote Demonstrant der Bundesrepublik Deutschland. Am 5. April wäre er 95 geworden. Die meisten allerdings, die zu den Veranstaltungen in Marburg und Gießen kamen, besaßen keine eigene Erinnerung an den Kalten Krieg und an die deutsche Zweistaatlichkeit, die vor 36 Jahren endete. Das ist ein gesamtdeutsches Problem, wie es auch ein gesamtdeutsches Problem ist, dass über solche Zusammenkünfte in den Medien meist hämisch und herablassend berichtet wird. Es passt nicht in den Streifen, wenn bei der kritischen Sicht auf die Gegenwart Erfahrungen aus der Vergangenheit zitiert werden, erst recht nicht, wenn beispielsweise Lügen und Legenden als solche nachgewiesen werden.
Was genau meinen Sie?
Also in Marburg stand eine Frau auf und erklärte mir, was im Herbst 89 in Leipzig alles geschehen sei: Panzer seien gerollt und die Ärzte auf den Bürgerkrieg vorbereitet worden. Als ich widersprach – schließlich war ich, im Unterschied zu ihr, unmittelbarer Zeitzeuge gewesen –, schüttelte sie den Kopf. Sie wusste es besser. Woher wohl?
Ich vermute: aus der Presse, dem Fernsehen, aus Büchern und Filmen, die seit mehr als drei Jahrzehnten eben dieses Narrativ des gewalttätigen SED-Regimes verbreiten, in welchem Menschen willkürlich verhaftet und Kinder zwangsadoptiert wurden, in dem Pastorenkinder nicht studieren, aber Parteifunktionäre alles durften …
Genau. Vor solchem Blödsinn sind nicht einmal Menschen gefeit, die es von Berufs wegen eigentlich besser wissen sollten. Am 6. März war in Bild zu lesen, dass der Bundestagsvizepräsident Bodo Ramelow in einem Podcast die DDR mit dem iranischen Mullah-Regime verglichen und angeblich erklärt hatte: »Und in Leipzig auf dem Ring standen Panzer und bewaffnete Organe, die eine zehntausendfache und am Ende eine hunderttausendfache Menschenmenge bedroht haben.« Dem DDR-Vergleich mit dem Iran widersprach sogar der stellvertretende Chefredakteur des Boulevardblattes Ronzheimer. Mir bleibt, auf den Rest zu reagieren.
Nämlich?
Ich erinnerte Herrn Ramelow in einem Brief daran, dass am 9. Oktober 2009 Bundespräsident Köhler diese Lüge in die Welt gesetzt hatte. Auf die massive Kritik, die das Bundespräsidialamt daraufhin erreichte, reagierte man ausweichend mit »unzureichenden Recherchen«. Um eine Wiederholung zu vermeiden, wandte ich mich im Vorfeld des 30. Jahrestages gemeinsam mit Fritz Streletz, einst Sekretär des Nationalen Verteidigungsrates der DDR, an Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. »Als damals Verantwortliche können wir aus eigenem Wissen und auf der Grundlage von geltenden Beschlüssen und Befehlen feststellen: In oder vor der Stadt gab es keine Panzer, auch existierte zu keiner Zeit ein Befehl zum Schießen. Weder wurden Herzchirurgen zur Behandlung von Schusswaffen eingewiesen noch Leichensäcke bereitgelegt. Die DDR-Führung setzte im Herbst 1989 von Anfang an darauf, dass politisch entstandene Probleme auch nur politisch und ohne Gewalt gelöst werden dürfen.« Nun, eine Korrektur folgte insofern in der Rede des Präsidenten beim Festakt »30 Jahre friedliche Revolution« am 9. Oktober 2019 im Leipziger Gewandhaus, als der Bundespräsident die Lüge seines Vorgängers nicht wiederholte. Statt dessen aber setzte er eine neue Unwahrheit in die Welt. »Die Geschichte wäre anders verlaufen, hätte im Kreml Michail Gorbatschow nicht entschieden, keine Truppen zu senden; hätte Michail Gorbatschow die SED-Führung nicht zur Zurückhaltung gemahnt.«
Weder traf das eine noch das andere zu.
So ist es. Diese Geschichtsverdrehung wiederholte zum 35. Jahrestag der seinerzeitige Bundeskanzler Scholz an gleicher Stelle und aus gleichem Anlass. Ich stellte in einem in der Berliner Zeitung am 10. Oktober 2024 veröffentlichten Beitrag richtig: »Es gab weder Panzer vor noch in der Stadt. Es gab auch keinen Befehl an die Polizei, auf Demonstranten zu schießen.« Und Gorbatschow hatte uns nicht zur Zurückhaltung gemahnt, sondern uns später scharf kritisiert, als wir die Grenzübergänge öffneten. Wir hätten ihn erst fragen müssen, denn für Berlin seien noch immer die Vier Mächte zuständig.
Gut gebrüllt, Löwe … Hat Bodo Ramelow auf Ihr Monitum reagiert?
Ja, umgehend. Er räumte ein, dass es »wohl als unzutreffend angesehen werden« muss, dass »Panzerverbände der Streitkräfte bereitstanden«, und bezeichnete meine Kritik »an einer wiederholt vorgetragenen falschen Darstellung der damaligen Ereignisse und Reaktionen der Streit- und Sicherheitskräfte« als »zutreffend«, also berechtigt. Natürlich ist mir bewusst, dass die in Jahrzehnten absichtsvoll erzeugten und gepflegten Narrative mit gelegentlichen Gegendarstellungen nicht aus der Welt geschafft werden. Dazu muss mehr geschehen. Aber wir sollten uns bewusst sein: Wenn wir Beteiligten weg sind, haben es die Geschichtsklitterer leichter – sie müssen nicht mehr mit Widerspruch von Zeitzeugen rechnen.
Geschichtsrevisionismus ist ja eine der Vokabeln, die dann abgefeuert werden. Allerdings auf jene, die die Geschichtslügen widerlegen.
So ist es. In Marburg erklärte ein Mann, meine Ausführungen seien »Geschichtsrevisionismus auf höchstem Niveau«. Warum? Weil ich nicht seine Geschichtssicht teilte. Er hatte recht, davon war er überzeugt, während ich die Unwahrheit sagte. Was sollen da Dokumente, auf die ich mich stütze?
Das war also die zweite Gegenstimme unter den etwa 120 Gästen in Marburg, wenn ich es richtig gehört habe.
Ja. Dieses Verhältnis war beim DDR-Stammtisch im Bürgersaal in Waren noch gravierender.
Stammtisch an der Müritz?
Ja, ein Veranstalter hatte am 6. März Waldemar Cierpinski, Täve Schur, Frank Schöbel und mich dazu eingeladen: 341 Lebensjahre auf der Bühne. Der Veranstalter Klaus Härtl, vom NDR nach dem Motiv seiner Initiative befragt, sagte, er wolle nicht, dass bei der Erinnerung an die DDR nur »Stasi« und Stacheldraht übrigblieben. »Anekdötchen übers Alter wechselten sich ab mit streitbaren politischen Statements, eine Mischung aus ostdeutscher Selbstvergewisserung, altersgerechter Verklärung von Lebensgeschichten und teilweise Geschichtsklitterung«, hieß es im zweieinhalbminütigen Bericht des Nordmagazins des NDR.
»Geschichtsklitterung«: Da ist es wieder, dieses Denunziantenwort – leicht frisiert und vermeintlich relativiert durch das Adjektiv »teilweise«.
Frank Schöbel sang »Im Osten geht die Sonne auf, im Westen geht sie unter« und erklärte auf eine entsprechende Frage des Reporters: »Den Leuten aus dem Westen würde man auch nicht Nostalgie vorhalten. Sie haben auch ihr Leben gelebt wie wir. Ich verbitte mir, dass uns das Erinnern vorgehalten wird.« Der Saal war bis auf den letzten Platz besetzt. Zwei Frauen verließen ihn (»peinlich berührt und genervt«) vor der Pause und sprachen in das Mikrofon des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Die bedingungslose Zustimmung im Saal habe sie entsetzt, sagte die eine. Das war eine DDR-Verherrlichung, die sie nicht nachvollziehen könne, die andere. Der parteilose Stadtpräsident Toralf Schnur hingegen meinte: »Wir müssen die Geschichte der DDR noch einmal grundlegend aufarbeiten. Stichwort Treuhand. Was ist da im Übergang passiert?« Wenn man die Menschen mitnehme, bestehe die Chance, die Gesellschaft wieder zusammenzuführen, die gespalten ist.
Warum wohl ist sie gespalten?
Natürlich auch durch solche Berichte. Es ist doch völlig normal, dass es unterschiedliche Sichten auf die Vergangenheit gibt. Aber wenn in diesem TV-Bericht zwei Kritikerinnen so viel Platz eingeräumt wird wie den 398 anderen Anwesenden, die augenscheinlich anderer Meinung waren, dann hat das mit Ausgewogenheit nichts zu tun. Da werden nur gewünschte Vorurteile, die seit Jahrzehnten von den Meinungsmachern gepflegt werden, bedient. Das meine ich, wenn ich von einem gravierenden Missverhältnis von tatsächlicher Stimmung und von deren medialer Widerspiegelung rede.
Ich sah den Bericht auch und verstehe Ihren Unmut. »Ein Abend, der symptomatisch scheint für den Zustand der Gesellschaft, hin- und hergerissen zwischen unverarbeiteter Vergangenheit, den Herausforderungen der Gegenwart und dem Ringen um eine eigene Identität darin«, raffte sich der Reporter zum Schluss auf. Die »unverarbeitete Vergangenheit« schien mir weniger ein Problem des Publikums, sondern mehr das des Reporters zu sein. Haben Sie Ihre Vergangenheit »verarbeitet«?
Keine Frage. Sie können das in den drei Bänden meiner Biographie nachlesen. Ich gehöre zu den Millionen DDR-Bürgern, die nach dem Zweiten Weltkrieg von der Emigranten- und Widerstandsgeneration die Überzeugung übernommen haben: »Nie wieder Krieg. Nie wieder Faschismus!« In diesem Zeitgeist bin ich aufgewachsen. Ihm bin ich bis heute verpflichtet. Im Rückblick fällt mir viel ein, was ich gut gemacht habe, aber auch, was mir misslungen ist. Das hat aber mit Nostalgie nichts zu tun. Nostalgie ist ein Modewort, mit dem tiefergehende Überlegungen und Lehren aus der Vergangenheit verhindert werden sollen.
Können Sie dafür ein Beispiel nennen?
Ein Schlüsselerlebnis aus meiner Kindheit hat mich sehr sensibel gegenüber unterschwelligem Russenhass gemacht. Als Achtjähriger erlebte ich, dass die Nazis kurz vor Kriegsende ein riesiges Plakat kleben ließen, auf dem ein Russe mit einem Messer im Mund als »Untermensch« dargestellt war. Daran wurde ich nun wieder erinnert, als ich am 4. Februar in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung auf der ersten Seite in der Überschrift vom »russischen Unmenschen« las. Beim »Unmenschen« trennen uns nur noch drei Buchstaben vom »Untermenschen«. Das ist widerlich und infam, geschichtslos, was gegenwärtig in Politik und Medien bis hinein in die Regierung Konjunktur hat. Es ist doch kein Zufall, dass in Ostdeutschland oft mit Verzweiflung gefragt wird: Wohin sind wir nur geraten? Nach all den Schiebergeschäften der »Treuhand« und der kalten Unterordnung ostdeutscher Interessen und Erfahrungen unter die Dominanz westdeutscher Kapitalforderungen, nach dem würdelosen Schreddern ostdeutscher Biographien und Lebensentwürfe, sind wir nun auch noch konfrontiert mit großmannssüchtigen Rufen nach Kriegstüchtigkeit und deutscher Militärdominanz in Europa.
Ich erinnere mich, dass der Oktoberklub damals sang: »Da sind wir aber immer noch«. Zwar ist der Staat, »Springers Gänsefüßchenland«, nicht mehr, aber viel Bewahrens- und Bedenkenswertes hat sich dennoch erhalten: in materiellen und geistigen Zeugnissen, in humanistischer Kultur, in unverlierbaren Idealen wie Frieden, Solidarität und sozialer Gerechtigkeit, in internationalistischem Denken und Handeln, das Kriegstreiberei, Völker- und Fremdenhass, Aushebelung der Menschenrechte, geostrategische Wilderei und Genozide ausschließt. Ich erhalte weiterhin sehr viel Post, mehr, als ich beantworten kann. Oft sind es Kinder und Enkel, die mir Blauhemden ihrer Eltern oder Großeltern und deren FDJ- bzw. Pionierausweise schicken, damit ich sie signiere. In fast allen Schreiben steht immer wieder ein mich sehr bewegender Satz: Wir hatten eine wunderschöne Kindheit und Jugend in der DDR. Gute Erinnerungen an das Land, in dem viele von uns ihre beste Zeit verbrachten, sind wach geblieben. Das sollten auch die Medien und ihre Auftraggeber endlich akzeptieren und nicht herabsetzen und verhöhnen.
Hat sich Ihr Einsatz als »Wahlkämpfer« im Februar gelohnt?
Also, ich habe ja keinen Wahlkampf im eigentlichen Sinne gemacht, doch soweit ich es mitbekommen habe, sind diejenigen, die mich eingeladen hatten, auch in die Kommunalparlamente gewählt worden.* Abgesehen vom Haupteinlader Professor Georg Fülberth, dem einstigen Assistenten von Wolfgang Abendroth und Autor der jungen Welt. Er ist inzwischen 86 Jahre alt und strebte kein Mandat mehr an. Er führte mich aber listigerweise in die Elisabethkirche von Marburg, wo der Kriegsverbrecher Paul von Hindenburg begraben liegt. Das war der Steigbügelhalter der Nazis. Die KPD war 1932 mit der Losung in die Reichspräsidentenwahl gegangen: »Wer Hindenburg wählt, wählt Hitler, wer Hitler wählt, wählt den Krieg!« Leider behielten die Kommunisten recht. Wobei sich das »leider« natürlich auf den Krieg und nicht auf die Klarheit der Partei bezieht.
Egon Krenz (geb. 1937) war von 1974 bis 1983 1. Sekretär des Zentralrats der Freien Deutschen Jugend (FDJ), der er 1953 beigetreten war. Von Oktober bis Dezember 1989 war er Generalsekretär des Zentralkomitees der SED und Vorsitzender des Staatsrates der DDR.
*In Marburg zog Tanja Bauder-Wöhr (DKP) in die Stadtverordnetenversammlung ein und bildet mit zwei weiteren Genossen die Fraktion »Marburger Linke«; in Gießen errang Martina Lennartz mit dem Wahlbündnis »Gießen – sozial und friedenstüchtig« (GSF) ebenfalls einen Sitz in der 59köpfigen Stadtverordnetenversammlung, in der zwölf Parteien und Vereinigungen vertreten sind
Probeabo
Sie lügen wie gedruckt. wir drucken, wie Sie lügen.
Jetzt 2 Wochen gratis lesen – das Probeabo endet automatisch!
links & bündig gegen rechte Bünde
Jetzt den kostenlosen jW-Newsletter abonnieren – täglich das Beste aus der Tageszeitung junge Welt, direkt in Ihr Postfach. Ihre E-Mail-Adresse wird natürlich niemals an Dritte weitergegeben.
Ähnliche:
Archiv Ellen Brombacher04.10.2022»Ich war nicht bereit, mich anzupassen«
PEMAX/imago05.08.2022Ein Jahrhundertleben
imago images/Bernd Elmenthaler02.03.2021Legal, illegal, nicht egal
Regio:
Mehr aus: Wochenendbeilage
-
Das Gegebene analysieren
vom 28.03.2026 -
Globale Ungleichheit und Weltkriegsgefahr
vom 28.03.2026 -
Konsens in Gefahr
vom 28.03.2026 -
Dulder
vom 28.03.2026 -
Bikinisalat
vom 28.03.2026 -
Kreuzworträtsel
vom 28.03.2026
