Zum Inhalt der Seite
Kambodscha

Kampf um die Küste

In Kambodschas Südosten steht die Umwelt unter Druck. Darunter leiden auch die von der Fischerei abhängigen Dörfer und Städte. Einige lokale Organisationen wollen helfen

Foto: robertharding/IMAGO
Boot an Boot. In Kampot im Südosten Kambodschas ist die intensiv betriebene Fischerei schon lange ein Problem für die Umwelt

Die Küstenregion rund um die Städte Kampot und Kep im Südosten Kambodschas ist ein bedrohtes Juwel. Nicht nur der Klimawandel und Plastikmüll machen Mensch und Natur zu schaffen. Auch fragwürdige Fangmethoden illegaler Fischtrawler sind eine Gefahr für die sensiblen Ökosysteme. Doch es gibt lokale Initiativen, die sich den Herausforderungen stellen. Es geht um Artenschutz für bedrohte Meeressäuger und Seepferdchen ebenso wie um den Erhalt der Mangrovengürtel in den küstennahen Gewässern und eine Überlebensperspektive im Einklang mit der Natur für die traditionell vom Fischfang geprägten Dorfgemeinschaften.

Eine solche ist etwa Trapaeng Sanke, rund drei Kilometer hinter dem Stadtrand der Küstenstadt Kampot gelegen. Ein Flusslauf durchzieht das Gebiet, an den Stegen liegen Boote vertäut, die hier zum Teil auch als Wassertaxi für Besucher dienen. Vor dem jenseitigen Flussufer sind auf breiter Front Fischernetze aufgespannt. Während die Einwohner von Trapaeng Sanke ebenso wie die des benachbarten Kampong Samaki und anderer Orte inzwischen nicht mehr von der Fischerei allein leben, sondern sich auch mit Ökotourismus ein Zubrot verdienen, ist hier noch etwas Besonderes zu finden: eine Mangroven-Baumschule.

Den grünen Gürtel zu schützen und zu erneuern ist vielerorts ein Thema. In Trapaeng Sanke werden Setzlinge in großer Zahl extra dafür herangezogen. Sieben Monate dauere es, bis die Jungpflanzen bei entsprechender Pflege stark genug zum Auspflanzen sind, erklärt mir ein junger Mann namens Igor bei meinem Besuch. Bei diesen Pflanzaktionen wird im Schlamm ein regelrechter Tanz aufgeführt, um die jungen Mangroven im lockeren Boden zu verankern. Igor kommt aus einem Vorort von Warschau und arbeitet als Freiwilliger in Trapaeng Sanke. Er ist nicht allein. Zur aktuellen Volunteergruppe gehören neben ihm auch Catarina und Hugo aus dem französischen Toulouse und der Einheimische Thy, der über eine Jugendorganisation aus der Hauptstadt Phnom Penh herübergekommen ist.

Geisternetze

Der Einsatz ist überschaubar, dauert nur ein bis zwei Wochen. Dennoch lernen die Teilnehmenden einiges. Zum Beispiel hat das muntere Quartett nebenbei noch die kleine Bibliothek auf Vordermann gebracht, die vorher stark heruntergekommen war, nun aber wieder gemütlich und einladend wirkt. Catarina und den anderen ist aber das Müllproblem nicht entgangen. Dessen lässt sich nur schwer Herr werden. Kaum haben sie einen Tag lang Plastikmüll entfernt, liegt bald wieder neuer da. Da müsse bei den Dorfbewohnern das Bewusstsein noch weiter geschärft werden, meint die Französin.

Dabei liegt den lokalen Fischergemeinschaften die umgebende Natur sehr wohl am Herzen, betonen sowohl Rose Ellis Arnett als auch Laura Rehm, die für zwei Umweltschutzorganisationen tätig sind, welche sich bei Kampot und Kep um aktiven Artenschutz vor allem für Meeressäuger und den Erhalt maritimer Ökosysteme bemühen. Rose, aus Großbritannien stammend, hat vor rund vier Jahren gemeinsam mit ihrer Freundin Sarah Tubbs, einer Meeresbiologin, die Nichtregierungsorganisation Khmer Ocean Life (KOL) aus der Taufe gehoben, deren internationales Team etliche einheimische Mitstreiter sowie diverse lokale Partner hat. Nach den bescheidenen Anfängen hat KOL inzwischen zahlreiche Verbindungen geknüpft. Zu den Einzelprojekten gehört unter anderem eines, bei dem sogenannte Geisternetze aufgespürt und geborgen werden.

Vor der Küste zurückgelassene Fischereiausrüstung ist vor Ort ein bisher kaum beachtetes Thema – und doch eine immense Gefahr für unzählige Fische, Meeressäuger und andere Tiere, die sich darin verfangen und sterben. Moderne Technik ist ein wichtiges Hilfsmittel, um Geisternetze, die nicht so einfach auszumachen sind, aus der Luft zu lokalisieren. Drohnen kommen dabei zum Einsatz. Zudem haben mehrere Teammitglieder für das Projekt einen Taucherlehrgang absolviert, erzählt die KOL-Chefin. Partner ist dabei die Organisation ARRI, die mit dem Thema im benachbarten Thailand mehr Erfahrung hat und diese nun gern weitergibt. »113 Geisternetze haben wir inzwischen geborgen«, berichtet mir Arnett. Aber es bleibt noch sehr viel mehr zu tun. Zudem habe man mit einer Partnerorganisation ein Anreizprogramm entwickelt, um Altnetze einzusammeln, die oft noch in großer Zahl in den Dörfern lagern. 500 Riel, umgerechnet zehn Cent, gibt es pro Kilogramm.

Illegale Fischerei

Die Drohnen sind noch zu anderen Zwecken gefragt. Denn mit den flexibel einsetzbaren Fluggeräten ist es auch weitaus einfacher als mit dem bloßen menschlichen Auge, die Dugongs (Seekühe) ausfindig zu machen und deren Bestand in der kambodschanischen Küstenregion zu ermitteln, ohne sie zu stören.

Anzeige

Die Seegraswiesen, von denen auch diese seltenen Meeressäuger leben, die ausgewachsen zweieinhalb Meter lang und 250 bis 900 Kilogramm schwer werden können, sind vor allem durch Schleppnetze in Gefahr, berichtet Laura Rehm. Die junge Frau aus Bayern, die seit einem halben Jahr für Marine Conservation Cambodia (MCC) im Einsatz ist, macht deutlich, was diese in der illegalen Fischerei eingesetzte Fangmethode so dramatisch macht: »Man kann die Bodenspuren vergleichen mit einem Acker, der gerade komplett umgepflügt wurde.« Das sind keineswegs Einzelfälle – grenzüberschreitend tätige Kriminellennetzwerke sind auch vor Kambodschas Küsten sehr aktiv, wenngleich das Problem nebenan in Vietnam noch größer sei. »Mitunter werden sogar elektrische Schleppnetze eingesetzt. Über Kabel wird da ein Impuls ausgesandt, der Meeresbewohner geschockt in den Weg des Netzes aufspringen lässt«, erklärt Rehm. 80 Prozent des Netzinhaltes sei bei Einholung tot und die Beifangquote an Meeressäugern bei dieser perfiden Methode besonders hoch.

MCC hat sich insbesondere den Delphinen verschrieben. Auch deren Zahl in der Gegend ist überschaubar. »Stand jetzt haben wir 102 Irawadi-Delphine erfasst, 50 bei Kep und 52 in den Gewässern vor Kampot. Dazu 25 indopazifische Buckeldelphine, von denen es laut vorsichtiger Schätzung des Teams vielleicht insgesamt 30 Tiere gibt.« Zu unterscheiden sind die einzelnen Exemplare vor allem anhand ihrer individuellen Rückenflosse. Zudem gab es 2025 durch MCC 14 Dugong-Sichtungen: »Das hört sich wenig an, ist aber mehr als in den Vorjahren«, so die Aktivistin, die nach einem Volunteereinsatz vor gut einem halben Jahr fest bei der Organisation einstieg und sich nun um die Öffentlichkeitsarbeit wie um die Einweisung der neuen Freiwilligen kümmert.

Zu deren Aufgaben gehört auch, bei der Datenerfassung zu den Seepferdchen zu helfen. Die kleinen Tiere sind noch schwieriger auszumachen als die großen Dugongs oder die imposanten Delphine. Identisch große Planquadrate werden abgesteckt und alle in diesem Bereich auffindbaren Seepferdchen ermittelt. »Die sich in den Seegrasfeldern gut tarnen können«, wie Laura anmerkt. Notiert werden sowohl Größe und Geschlecht der Individuen als auch die Zuordnung zu einer der vier lokal vorkommenden Subspezies. Die Art der Sedimente und die Unterart des Seegrases in dem Planquadrat sind zwei weitere Aspekte, die bei dieser Datensammlung von Interesse sind. Werden Seegrasfelder zerstört, betrifft das genauso den Lebensraum dieser Spezies.

Doch neben all den düsteren Bildern gibt es auch Hoffnungsschimmer, wie die MCC-Mitarbeiterin Rehm einräumt. So habe man im vorigen Jahr rund 4.000 Hektar nachgewachsenes Seegras registrieren können. »Das ist schon ein Fortschritt. Manche Ökosysteme erholen sich von Schäden recht schnell. Doch bei anderen dauert es sehr lang.« Deswegen gibt es zusätzliche innovative Hilfe. Bereits rund 100 Fishing Productivity Structures (FPS) hat MCC mit lokalen Partnern in den flachen Küstengewässern vor Kep ausgebracht. Das sind eine Art künstliche Riffe auf Betonbasis in einer Oktagonalstruktur, rund 130 Kilogramm schwer. »Auf der Oberfläche können sich dann Muscheln und Austern ansiedeln, ebenso Seetang und anderes mehr. Die Zwischenräume dienen als ökologische Korridore«, beschreibt die Aktivistin die Vorteile. Ein weiterer: FPS dienen als wirksames Hindernis für Schleppnetze, die durch diese Brocken beschädigt werden.

Sowohl MCC, 2008 gegründet und mit seinem Hauptquartier auf einer vorgelagerten Insel ansässig, als auch KOL setzen auf umfangreiche Netzwerkarbeit. Ohne die Kooperation mit den Fischerei-Communitys seien viele Projekte kaum umsetzbar. »Kein Fischer möchte ja einen Delphin als Beifang in seinem Netz haben, und der Schutz der Meeressäuger liegt ihnen sehr wohl am Herzen.« Vielleicht erklärt auch das den großen Zuspruch bei mehreren Citizen-Science-Projekten, sei es, um die Sichtungen von Delphinen und Seekühen zu dokumentieren oder den Beifang zu erfassen. Zudem geht es um die Strandungen von Meeressäugern, die immer wieder vorkommen – aus wissenschaftlich nicht ganz klaren Gründen. Im Rahmen des Bycatch & Stranding Network, das die NGO KOL schon 2024 als eine der ersten großen Aktivitäten aufgebaut hat und das Rose mit koordiniert, arbeiten 35 Dorfgemeinschaften zusammen. Etliche Fischereibeamte wurden ebenfalls schon geschult. Was die Strandungen angeht, habe man sich bisher auf Totstrandungen konzentriert – es gab im Vorjahr aber auch einige Fälle, bei denen die Tiere an Land noch lebten. Das sei eine besondere Herausforderung, auf die sich das Team erst einstellen müsse, da das notwendige Training noch fehle.

Darüber hinaus sind beide Organisationen mit verschiedenen Kleinprojekten an Schulen aktiv, um schon bei den Kindern anzusetzen. Bei einigen mag sich das geweckte Interesse vertiefen, vielleicht werden aus ihnen künftige Experten. Denn gerade an einheimischen Fachleuten mangele es, wie Rehm anmerkt, auch, weil spezifische Studiengänge an den Hochschulen bisher fehlen. Der gelegentliche Besuch Studierender der Royal University aus Phnom Penh beim MCC-Team auf der Insel Kokong könnte dazu führen, »dass der eine oder die andere später eine Forschungsarbeit daraus macht«. Eine junge Frau, die einst sogar ihre Bachelorarbeit bei MCC geschrieben hat, sei nach dem anschließenden Masterstudium in Gent nun als Junior Scientist zurück im Team, zudem als Gastdozentin an der Uni tätig.

Vom Müll zur Tasche

Dem Anliegen, dem in Küstengewässern und an Land vorkommenden Plastikmüll zu begegnen, hat sich eine andere NGO verschrieben. Bei IWA Kep, mit vollem Namen International Women Association, sind aktuell vier Frauen beschäftigt. »Zu Höchstzeiten waren es sogar mal zehn«, wie Channeun Sak anmerkt, die das kleine Team anführt. Die 32jährige hat früher an der Rezeption von Gästehäusern gearbeitet, geht nun aber ganz in ihrer heutigen Rolle bei dem kambodschanisch-schweizerischen Projekt auf, das Maßnahmen, die Einkommensmöglichkeiten schaffen, mit praktischem Umweltschutz verbindet. Bis 2017 reichen die Anfänge zurück, Channeun ist seit 2019 dabei. Damals war das ältere ihrer heute vier und sechs Jahr alten Kinder gerade ein Baby, und die Projektwerkstatt lag nur wenige Schritte von ihrem Wohnhaus entfernt. Als sich etwas später die erste Leiterin zurückzog, rückte sie in diese Position auf. Manches hat sich geändert im Laufe der Zeit. Vor allem sei die Laufkundschaft, die es bis zur Coronapandemie gab, seither ausgeblieben. Das hat zu manchen Anpassungen in der Produktpalette geführt. Wurden ursprünglich Schalen und andere Gefäße aus Plastikgranulat gefertigt, hat sich nunmehr alles auf Taschen fokussiert. Diese werden wiederum aus Teilen ausrangierter Zementsäcke zusammengenäht – ein Ausgangsmaterial, an dem ebenfalls kein Mangel besteht.

Nicht ohne Stolz zeigt Channeun die unterschiedlichen Taschenformate, die das Angebot umfasst. Portemonnaies und Federtaschen sind die kleinsten Modelle, aber sogar eine Gitarrentasche haben die Frauen im Portfolio. Dazu Handtaschen der eben nicht alltäglichen Art und ein etwa drei- bis viermal größeres Format, das einer Sporttasche ähnelt und ziemlich geräumig ist. »Selbst für individuelle Designwünsche sind wir jederzeit offen«, sagt die junge Koordinatorin lächelnd. Besonders ein Produkt entsteht derzeit an den ratternden Nähmaschinen – Schultaschen für Mädchen und Jungen aus armen Familien, die sich andere kaum leisten können. »Über 500 Stück haben wir davon schon gemacht«, so Channeun. Nun habe ein Kindergarten 70 Stück bestellt. Und als im Juli und Dezember 2025 der Grenzkonflikt zwischen Thailand und Kambodscha einmal mehr militärisch eskalierte, Dorfbewohner im Krisengebiet zuhauf in Angst um ihr Leben ihre Heimatorte verließen, schickte IWA Kep als Hilfe auch eine Ladung Schultaschen in Richtung Norden, ans andere Ende des Landes. Auf die Qualität des Produktes lässt Channeun nichts kommen: »Die halten gut und gerne drei Jahre, sind selbst bei Regen sicher und insgesamt sehr robust.«

Zwei andere Frauen sind in dem unscheinbaren Gebäude direkt an dem nach Kampot und weiter nach Phnom Penh führenden Highway beschäftigt. Hochkonzentriert sind sie bei der Sache, auf vier Taschen pro Arbeitstag könne man es bringen, wie die Koordinatorin anmerkt. Bereits seit den ersten Anfängen ist Sarim im Projekt. Die 57jährige musste sich früher mit Farmarbeit durchschlagen, die längst nicht so viel einbrachte wie die gesicherten 200 US-Dollar pro Monat, die sie jetzt heimbringt. Und das sogar bei freien Wochenenden, in Kambodscha für viele ein kleiner Luxus. Die Augen von Sarim wollen nicht mehr ganz, dennoch hat sich die Älteste im Team sogar an die neuen Designs gewagt, näht nun ebenso sicher auch die stark nachgefragten Schultaschen, obwohl die herausfordernder sind als andere Modelle. An der anderen Nähmaschine sitzt Kim, 44. »Es ist wirklich gut und macht Spaß«», sagt sie bei einer kurzen Unterbrechung. Seit 2018 gehört sie fest zum Team. Da ihr Mann wegen einer Erkrankung dauerhaft berufsunfähig ist und noch zwei Kinder zu versorgen sind, sichert allein sie das Überleben der Familie.

Die Vermüllung sei ein wachsendes Problem, betont Channeun. Obwohl es ein Tropfen auf den heißen Stein ist, so leisten sie doch gern einen Beitrag dagegen und animieren andere, sich einzubringen. «Mittlerweile bringen Kinder, die einst eine Schultasche von uns bekommen haben, auch Zementsäcke vorbei, da ihre Väter auf Baustellen arbeiten.» Das Grundmaterial muss für die neue Verwendung aber nicht nur zugeschnitten, sondern vor allem gereinigt werden – in manchen Fällen echte Schwerstarbeit. «Einige Säcke sind richtig dreckig, dann reicht ein Reinigungsgang nicht. Die müssen zwei- oder dreimal mit Seife kräftig geschrubbt werden», erzählt Kim, bevor sie sich wieder der fast fertigen Tasche zuwendet.

Dörfer unter Druck

Kep ist ein etwas seltsam anmutendes Städtchen, dessen drei separate Ortszentren vier bis sieben Kilometer voneinander getrennt sind. Eines davon ist die Strandsiedlung, die sich rund um die weiße Statue einer Meerjungfrau und wenige Unterkünfte vor allem am Hang eines Berges gruppiert. Insgesamt eine Ansammlung von Imbissen, ein paar Läden, sowie jeder Menge Liegen und Hängematten. Die meisten davon sind unbesetzt, was gleichermaßen für die Plätze unter den Sonnenschirmen direkt am Strand gilt. Nur ein paar Kinder und wenige erwachsene Badegäste tummeln sich im Wasser. Seit Corona sind die Besucherzahlen stark rückläufig. Im benachbarten Kampot ist gerade abends in den zahlreichen Kneipen und Restaurants in Ufernähe mehr los, wenngleich weniger als früher.

Ein tägliches Schauspiel ist es, wenn gegen 17 Uhr, vor Einsetzen der kurzen Dämmerung, die Fischerboote tuckernd von ihrer Ausfahrt weiter flussaufwärts zurückkommen. In größeren Pulks, manchmal drei oder vier zusammengebunden, fahren sie in Richtung der Dörfer am Unterlauf der Wasserstraße an den Schaulustigen am Kampot-Ufer vorbei. Gefangen wird tendenziell immer weniger, die Bestände sind angegriffen. Insofern sei es wichtig, dass sich die lokalen Gemeinschaften in der Einkommenssicherung diversifizieren, sagt mir der 55jährige Pao Chantha. Der Mann mit den etwas müde wirkenden Gesichtszügen ist der Berater des Dorfvorstehers von Kampong Samaki – und früher selbst viele Jahre als Fischer hinausgefahren. Nicht nur er weiß: Langfristig überleben lässt sich nur mit dem aktiven Schutz der Natur ringsum.

Thomas Berger schrieb an dieser Stelle zuletzt am 5. März 2026 über die Parlamentswahlen in Nepal: «Alles beim Alten?»

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 07.05.2026, Seite 12, Thema

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!