-
24.06.20231 Leserbrief
- → Feuilleton
Hoffnungen ade
Auf der Suche nach dem vermissten Mini-U-Boot »Titan« haben sich alle Hoffnungen auf Rettung zerschlagen. Gerade einmal knapp 500 Meter vom Bug des »Titanic«-Wracks entfernt wurden die Trümmer des implodierten Gefährts entdeckt. Damit ist klar: Die fünf Insassen sind tot. »Die ›Titanic‹ hat 111 Jahre nach ihrem Verlust fünf weitere Opfer gefordert«, hieß es in einer Mitteilung der Titanic International Society, die sich dem Untergang des Luxusdampfers im Jahr 1912 widmet. (dpa/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
-
Reinhard Hopp aus Berlin 23. Juni 2023 um 20:25 UhrNicht die Titanic hat irgendetwas »gefordert«. Fünf dekadente Multimilliardäre haben das »Schicksal« auf geradezu obszöne Weise herausgefordert.
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!