-
20.05.2022
- → Feuilleton
Für Aufklärung
Wikileaks-Gründer Julian Assange erhält den diesjährigen Günter-Wallraff-Preis. Die Auszeichnung wird an diesem Donnerstag während des 6. Kölner Forums für Journalismuskritik im Funkhaus von Deutschlandradio verliehen, wie ein Sprecher am Mittwoch mitteilte. Mit dem nach dem Investigativjournalisten Wallraff benannten Preis werden kritischer Journalismus und Zivilcourage gewürdigt. Die Menschenrechtsaktivistin Stella Moris soll die Auszeichnung stellvertretend für ihren Ehemann Assange entgegennehmen.
»Mit der Enthüllung von geheimem Bild- und Textmaterial zu möglichen Kriegsverbrechen der USA hat Julian Assange einen bedeutenden investigativen Beitrag zur Nachrichtenaufklärung geleistet«, heißt es in der Begründung der Jury. Bei seiner Arbeit mit Wikileaks habe er »immense Repressalien zugunsten der Berichterstattung« in Kauf genommen. Das Forum für Journalismuskritik ist eine Veranstaltung der Deutschlandfunk-Nachrichtenredaktion und der Initiative Nachrichtenaufklärung (INA). Der mit 5.000 Euro dotierte Günter-Wallraff-Preis wird seit 2015 von der INA verliehen. (sid/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!