Zum Inhalt der Seite
Beutekunst

Federkrone Moctezumas

Österreich gibt auch im 500. Jahr nach der Eroberung Mexikos den berühmten Aztekenfederkopfschmuck aus dem Weltmuseum Wien nicht aus der Hand. Zum Gedenken an den Fall der Aztekenhauptstadt Tenochtitlan an die Spanier im August 1521 hatte sich Mexiko bemüht, das als »Federkrone Moctezumas« bekannte Objekt in seinem Ursprungsland auszustellen. »Aufgrund des beträchtlichen Risikos einer allfälligen Beschädigung durch den Transport kann dem Wunsch einer Leihgabe nicht entsprochen werden«, hieß es aus dem Staatssekretariat für Kultur in Wien. Aus Mexiko kommen immer wieder Forderungen nach der Rückgabe des Stückes, das zur Sammlung des habsburgischen Renaissancefürsten Ferdinand II. gehörte und vorher auf unbekanntem Weg nach Europa gelangt war. Blanca Barragán Moctezuma, eine Nachfahrin Moctezumas II., plant die Rückgabe mit einer Klage gegen Österreich zu erzwingen, wie sie der dpa erzählte. (dpa/jW)

→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 16.08.2021, Seite 11, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!